Tote Katzen machen glücklich

30 08 2007

Für alle diejenigen, die meinen mich in ihrer vermeintlichen Gutmenschlerei wieder mit einem E-Mail-Fluch belegen zu müssen, nur weil ich über tote Katzen rede – es geht hier nicht um reale tote Katzen ( was ja irgendwie auch nett wäre ) sondern um einen Euphemismus, der mich irgendwie entzückt hat. Ich habe eine Vorliebe für Zweideutigkeiten und intellektuelle Luderlichkeiten, ich mag das Unterschwellige und Angedeutete lieber als das Direkte und Offensichtliche. Dirty Talk ist eher nicht meins, was mich allerdings nicht daran hindert sehr deutlich zu sagen, was ich grade denke.

Ich maile ( Übersetzungshilfe für Uwe: „schreibe und empfange elektronische Nachrichten“ ) grade mit einem dieser Kellerkinder, der wohl mehr oder weniger zufällig über eines meiner gern benutzten Wörter gestolpert ist. Leider kann ich nicht mehr rekonstruieren, wie wir auf das Thema gekommen sind – „Everytime you masturbate, God kills a kitten“ – und siehe da, es ist viel einfacher mit Fremden über Sex mit sich selbst zu philosophieren, wenn man sagen kann: „Während ich eine Katze töte, denke ich an Vin Diesel/meine Ex/pinkfarbene Donuts“ . Und was der Ausdruck „Tote Katze“ in diesem Zusammenhang dann bedeutet, dürfte sich den meisten erschließen. ^^

Das war alles – sinnfrei aber befriedigend





Astrid Fritz – Die Gauklerin

30 08 2007


Storyboard: 1620 – Seit fünf Jahren währt das Schlachten schon – dreißig werden es am Ende sein. Bald sind ihre Brüder mit den Soldaten davon, und auch Agnes hält es nicht daheim – sie hat sich in einen fahrenden Sänger verliebt. Der lässt sie in Stuttgart sitzen, schwanger und mittellos. Doch Agnes ist hübsch und gescheit, und so bringt sie es von der Spülmagd bis zur Zofe der württembergischen Prinzessin. Aber der Krieg holt sie immer wieder ein. Als die Mutter im Sterben liegt, macht sich Agnes auf, um ihre verfeindeten Brüder zu suchen…

( Quelle: Amazon – weil ich das Buch nicht zuende gelesen habe )

Meine Meinung: Ich lese gerne über Epochen mit denen ich nicht so sehr vertraut bin, der 30jährige Krieg ist dafür ein Paradebeispiel, noch dazu hab ich ein Faible für das historische und leider selten beachtete Schwaben – Trotzdem ist dieses Buch so langweilig, dass ich mich weigere noch eine Minute daran zu verschwenden. Das ist so dröge, das verkauf ich net mal bei Ebay…





Flaschenpost

29 08 2007

Welche Pappnase gibt denn bitte “Colaflasche in Muschi” bei Google ein ? Ist das denn nicht scheissegal was das für ne Flasche ist ? Wenn nicht, dann bist du der erste, der in meiner Liste der aussergewöhnlichen Fetische unter Coca-Cola gelistet ist…





Speeddating

29 08 2007

Normalerweise bin ich mit einem lustigen kleinen Fiesta unterwegs, dessen PS zwar erbärmlich sind, aber dessen Geduld gegenüber Hundehaaren unendlich scheint – aber manchmal… manchmal darf ich den „Dicken“ fahren… und da reden wir dann doch über deutlich mehr als 300 PS. Und mit diesem Auto ist ein Autobahnflirt eine andere Dimension…

 

Zuerst dacht ich ja wir spielen eines der allzeit unterhaltsamen Jagdspielchen. Es hat angefangen, wie es immer anfängt, rübergucken, grinsen… hier überholen, da bisserl bremsen, dort schneller werden, sehen wer gewinnt. Und dass ein großer BMW nicht grade langsam ist, weiß ich spätestens seit gestern Abend. Meiner Meinung nach war es trotz fehlendem Typenschild ( was für eine typisch männliche Unart, die Autos ohne Schildchen zu bestellen ) ein 745i mit fluffigen 333 PS – aber ich bin ja ne Frau, was weiß ich schon…

 

Kurz vor dem Rastplatz hat mir dieses knuffige Autobesitzerleckerchen dann gefuchtelt, dass er meine Telefonnummer haben will… ich soll doch mit auf den Parkplatz. Zuerst hab ich ja genickt… aber dann isses passiert: Die Autobahn war frei… ich meine völlig leer… alle drei Spuren… der feuchte Traum aller PS-geilen Mercedesfahrer wird wahr und ich soll mich zwischen einem zugegeben sehr appetitlichen Mann und einer Strasse entscheiden ? Wie oft passiert einem das schon im Großraum Stuttgart ?

 

Irgendwas hat mich dazu gezwungen aufs Gas zu treten, so richtig zu treten. Kein Nachdenken… einfach nur das endgeile Gefühl der Beschleunigung in meinem Bauch und das Vibrieren im ganzen Körper… erzählt mir was ihr wollt – manchmal ist Autofahren besser als Sex. Viel besser. Egal wie ach-so-ökologisch ich immer daherrede, der Sprit kümmert mich nicht, wenn ich Sex mit einem Auto haben kann…

 

Ach ja… an das Schneckchen in dem 745i… du erinnerst du dich doch sicher an die Frau, die dich am Parkplatz abserviert hat… schick mir deine Nummer, ich ruf dich diesmal wirklich an…





Steuerverschwendung in der Ära nach Pisa – Betrachtungen von nebenan

28 08 2007

Ich wohne gegenüber einer Schule, was ja an und für sich schon eine Prüfung in Leidensfähigkeit ist – andererseits weiss man immer ganz genau welche rustikalen Spracheinheiten grade hip sind und lernt richtig klasse rückwärts einzuparken, weil die Lehrer, denen die Schule ( also auch ich ) einen superschicken Parkplatz spendiert hat, immer bei uns vor der Türe parken. Die Schule ( also auch ich ) hat leider nicht bedacht, dass der superschicke Parkplatz 50 Meter weiter von der Schule entfernt ist, als meine Haustüre… Heerscharen von bildungsgeilen Damen lösen die Lehrer dann abends ab, die Tontöpfchen und Seidentücher wollen ja auch ortsnah in die VHS-Kurse gebracht werden, damit ich das kreative Parken nicht verlerne und die Schule ( also auch ich ) abends noch ein paar Mieteinnahmen hat. Zumindest das finde ich einigermaßen sinnvoll was zu verdienen, wenn ich schon jedesmal 5 Euro für den Strafzettel bei Nachbars abgeben darf – der ist Polizist ( also auch einer meiner Angestellten ) … Man sieht, das Geld bleibt in der Familie

Was mich aber jedes Jahr in schöner Regelmässigkeit, nämlich immer in den Sommerferien, in den Wahnsinn treibt ist die Verschwendungssucht derer, denen ich drei Monate im Jahr den Urlaub von Herzen gönne. Jedes Jahr ( wirklich jedes ) bleibt das Licht in den drei Klassenräumen gegenüber meines Zuhauses einfach brennen. Als Schwabe und ökologisch bewusster Mensch löscht man bei Verlassen des Raumes, zumindest aber doch des Hauses das Licht – nicht so meine lieben Lehrerfreunde. Die huschen zwar mit Birkis zu ihrem Volvo, aber das die mal vor den Ferien das Licht ausmachen täten – no way. Und das bleibt dann auch an… die ganzen Ferien. Denn der Hausmeister, der ist im Urlaub. Zwar sitzt der in seiner Hausmeisterwohnung auf dem Balkon, etwa 100 Meter von der Schule entfernt, aber weigert sich auch auf hartnäckiges Betteln hin, das Licht auszuschalten.

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Böse Tante

27 08 2007

Ich sollte in den Sommerferien nicht in die Hosenfabrik gehen – so nennt man den Jeansladen bei uns auffem Land – gequält blickende Großväter vor der Halle, überforderte Großmütter wuseln durch die Gänge in der Hoffnung den Enkel noch solange ruhig zu halten, bevor er schreiend in Unterwäsche die Flucht ergreift. Ich war etwas angepisst, weil die zwei Jungs in der Umkleide neben mir versucht haben dieselbe in Kleinholz zu zerlegen und sich möglichst lautstark und schmerzhaft gegenseitig zu töten. Wär mir nicht unrecht gewesen, einer alleine hätte sicher nicht soviel Unsinn angestellt.

Nach ein paar Minuten lauten Rufens nach den lieben Kleinen kam die verantwortliche Ömi dann völlig entnervt mit ein paar Hosen angehetzt. Nach einer chirugischen Trennung der ineinander verkeilten Bälger wurde der eine – vermutlich mit einem Tacker – an Ömis Handtasche befestigt, während der andere den Auftrag bekam, die Hosen anzuprobieren. “Ich kann nicht” sagt der Zwerg mit weinerlicher Stimme “der Doof spickelt immer”. Ömi beschwichtigt und nach einer 12 minütigen Panikattake ist Zwergi dann soweit unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen ( Zweitkind gefesselt an einen Kleiderständer am anderen Ende der Halle ) die Hosen anzuziehen. Ömi wandert von dannen, Ruhe kehrt ein. Nach ein paar weiteren anprobierten Hosen verlasse ich deutlich entspannter die Umkleide, der Goof war immer noch am Arbeiten, immer wieder bestärkt von Ömi, dass sein Bruder auch ganz sicher nicht guckt – und ihm auch ganz sicher nix weggucken kann.

An der Kasse steht eine Familie vor mir, als der eine der beiden Jungs anfängt lauthals schimpfend auf den anderen einzudreschen, wird mir klar, das ist mein Kandidat aus der Umkleide. Die Stimme würde ich überall erkennen. Als ich zusehe, wie die völlig derangierte Ömi ihre Tüten zusammenrafft, überkommt es mich einfach. Ich beuge mich zu dem Gnom runter und flüstere leise neben seinem Ohr: “Ich hab vorhin in der Umkleide deinen nackten Arsch gesehen”

Ich würde töten um sein Gesicht in diesem Moment noch mal zu sehen… und ganz ehrlich, sobald ich aufhöre zu lachen, wenn ich dran denke, wirds mir leid tun – Echt





Von Dampfnudeln, Briefen, Freunden und kleinen grünen Kisten…

25 08 2007

Gestern habe ich eine Mail bekommen – ich weiß, dass passiert schon mal – aber es war eine besondere Mail. Eine Mail, die mich für kurze Zeit bedauern ließ, dass kein kleiner Junge in etwa 2000 Jahren zufällig eine kleine grüne Kiste ausgraben wird und meine Briefe finden wird… und das nur, weil heutzutage kaum noch jemand Briefe schreibt… für eine Minute hab ich mir vorgestellt, wie es wäre, diese Mail als echten, handschriftlichen Brief zu bekommen…

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Schwaben sind anders als man denkt…

22 08 2007

Virales Marketing im Todesstern Stuttgart

Angeordnete Verbreitung via Meerschweinchenreport.de





23×7 – Maßeinheiten in der Männerwelt

21 08 2007

Nachdem ich in einer Kommentardiskussion eines Blogs lesen durfte, dass manche Männer nicht mehr über Zentimeter sondern Ellen fabulieren, möchte… kann… ich mir nicht versagen ein paar weibliche Weisheiten zu der “Maß aller Dinge”-Diskussion anzumerken. Angeeignet habe ich mir diese nicht nur in einigen überaus konsprirativen BDSM-Chats, sondern natürlich auch bei der stinknormalen Anmache in allerlei Channels zu völlig sexfreien Themen…

Nachdem ich schon Profile gesehen habe in denen Foto und Maßangabe um mindestens 5 cm differieren, mal ein paar Standardmaße um das alles besser in Relation setzen zu können:

  • Die lange Seite eines schulüblichen Geodreiecks hat 15 cm
  • Eine handelsübliche Haarbürste hat zwischen 20 und 22 cm Länge
  • Eure Rasierschaumdosen sind etwa 22 cm lang und haben fast 5 cm Durchmesser
  • Meine Haarspraydose bringt es auf stolze 24 cm x 5,5 cm
  • 23cm x 6cm ( wird immer gern genommen ) sind die Maße einer 0,5l Bierflasche
  • Der Durchmesser einer 1-Liter Colaflasche ist 7 cm

Nun zu den Fakten:

Eine “normale” Muschi ist für das Verstauen von etwa 15cm konzipiert, was also soll es bringen, wenn der Mann komplett drin ist und trotzdem noch 8 cm übrig sind ? Die Natur hat also 15-18 cm im Schnitt vorgesehen. Viel wichtiger als die Länge ist der Querschnitt. Um es für die IT-ler, Elekronikfreaks und Heimwerker mal einfacher zu formulieren – Frauen funktionieren wie Steckdosen und eine lange Leitung mit schmalem Querschnitt brennt nur früher durch… Für die Mechaniker und Autofetischisten bedeutet das sinngemäß – Was bringt einem der größte Motor, wenn das Chassis es nicht auf die Straße bringt ?

Mal ernsthaft gefragt… wieviele Frauen möchten wirklich Sex mit etwas haben, das normalerweise 25 Cent Pfand bringt. Meine Fresse Jungs – es tut weh, wenn es hinten andotzt und wenn frau wirklich mal komplett ausgefüllt sein möchte… ihr habt auch noch Hände, Fäuste und sowas alles *weigert sich, diesen Teil jetzt näher zu erläutern*

Die Organisation Pro Familia und der Präservativproduzent Condomi beauftragten übrigens 1996 das Essener Universitätsklinikum für Urologie den deutschen Penis zu vermessen. Die Forscher legten das Lineal selbst an – und prompt schrumpfte der Durchschnittspenis um einen knappen Zentimeter auf eine Länge von 14,48 cm. Das Spektrum der 140 erigierten Penisse lag dabei zwischen 10 und 19 Zentimeter. Der Durchmesser lag wohl so um die 4 cm… und festgestellt wurde auch: Die Dicke ist wichtiger als die Länge, da zählt mehr die Ausdauer.

Für diejenigen, die jetzt vor ihrem PC sitzen und mit dem Lineal hantieren – Um den Durchmesser zu berechnen einfach HIER den gemessenen Umfang eingeben. Dann muss man auch das leidige Pi nicht immer auf 3 aufrunden um ein passables Ergebnis zu erhalten… *lächelt*

Und nach diesem Epos zu Durchmesser, Berechnung und Colaflaschen, bleibe ich dabei:

    Grösse ist relativ – Schmecken muss er



Beware: Ironytags are invisible in this posting – Please do not insist on getting respected as a human being if you are male





85 E – Wäsche und mehr…

17 08 2007

In Lindau angekommen, gefrühstückt, gebummelt, Enten beobachtet, Häuser angeguckt… irgendwie fand ich das alles für einen Urlaubstag aber sehr unbefriedigend, vorallem weil mein Liebster mich permanent von allen Schuhläden ferngehalten hat – manchmal hab ich den Verdacht, er teilt diese Leidenschaft nicht wirklich. Schöne hohe Schuhe dürfen es schon sein, aber nicht mit in einen Schuhladen wollen. Tzä. Glücklicherweise haben wir ja andere gemeinsame Interessen – Dessous zB. – wobei ich fast glaube, dass er an schöner Wäsche mehr Spass hat als ich. Also habe ich ihn kurzentschlossen in einen der kleinen Wäscheläden auf der Insel gezerrt.

Die Verkäuferin/Besitzerin hat uns an der Türe abgeholt und uns mit einem verschwörerischen Lächeln in den oberen Stock geführt. Oben fanden wir neben einem riesigen Wandregal mit Hunderten kleiner Fächern voll mit den wunderschönen dezent-pastellfarbenen Wäscheschachteln *seufz* auch einen netten, wenn auch leicht verwirrt wirkenden älteren Herrn vor. Meiner Meinung nach ein Vertreter für Bademoden oder sowas, mein Schatz lässt sich aber nicht von der Theorie abbringen, dass es sich um einen Wäschefetischisten handelt, der seine Domina – die Verkäuferin/Besitzerin – besucht hat. Seis drum, die Verkäuferin/Besitzerin hat den kleinen lustigen Mann jedenfalls keines Blickes gewürdigt, was mich zu dem Entschluss brachte davon auszugehen er sei ein atmendes Möbelstück und das er meiner weiteren Aufmerksamkeit wohl nicht bedürfe.

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