Amazing Grace

30 09 2007

Es hat seine Vorteile neben einer Kirche zu wohnen… einer davon ist ganz sicher Sonntags morgens um acht von den gitarrenklampfigen und hingegebenen Gesängen einer katholischen Jugendgruppe geweckt zu werden, die sich anscheinend voller glühender Vorfreude und ekstatischer Gottesliebe auf den buslichen Abtransport in ein wieauchimmer geartetes Versammlungscamp wartet…

Wenn das mal keine nächstenverliebte Vorbereitung auf meine bald zu erwartende senile Bettflucht ist – wie fürsorglich von der Gemeinde, das für mich zu tun…





Rammstein, die Bayern und die Wiesn

29 09 2007

Just for fun… weil meine Stiefmum die Bayern liebt, mein Dad am italienischen Wochenende die Wiesn so gern besucht und ich Rammstein so nett und auch ein klein bisschen sexy finde^^… Falls jetzt noch jemand aus meiner Welt auf Haindling steht, dann wäre das ja fast schon perfekt…

via ‘Peter Pan

 





Libidöse Schafe

29 09 2007

Was passiert wohl, wenn neben einer Stuttgarter Hauptstrasse eine Herde Schafe weidet und zweien der Schafe einfällt, dass die paar Sonnenstrahlen das perfekte Szenario für ein gepflegtes Popperle am Vormittag bieten ?

Natürlich… es gibt einen Stau, weil anscheinend die meisten Männer aus der Stadt ( ? ) noch nie gesehen haben, wie Schafe sowas machen. Männer können sich tatsächlich entblöden auf der Strasse anzuhalten um dieses einzigartige Ereigniss live und in bunt zu beobachten.

Und es ist beileibe nicht so, dass die nachfolgenden Autofahrer den ortsüblichen Aufstand machen würden, weil da einer mal mitten in Weg anhält – Nee… die halten ganz friedlich an und geniessen das Naturschauspiel…

Sind etwa die Pornos beim Videoverleih alle ?

Bevor einer fragt: Ja, in Stuttgart bekommt man den Discovery Channel und hat eine reelle Chance fickende Tiere zu sehen, aber anscheinend gucken die meisten lieber Premiere Sport





Watteweiche Gedanken

28 09 2007

Heute ist einer dieser graulangweiligen Tage, die mir schon beim Aufwachen nicht versprechen wollen, dass heute irgendetwas Besonderes sein wird. Dank einer Entscheidung, die ich treffen sollte, schwankt meine Stimmung zudem noch zwischen Tristesse und Besinnlichkeit – alles in allem – kein großer Tag, aber noch hab ich ihn nicht aufgegeben.

Heute morgen beim Zähneputzen ( übrigens der Geburtsort ganz großer Gedanken ) sind mir zwei Themenkomplexe eingefallen, über die ich gestern noch nachgedacht habe… vorallem weil ich darüber in verschiedenen Postings gelesen habe… Bleiben wir es zuerst mal bei der philosophisch wertvolleren Fragestellung:

Mich hat ein Posting bei Sebastian ( und den Links, denen ich im Anschluss so nachgetappert bin ) vor die Frage gestellt, welchen Sinn, welchen Zweck das Bloggen, meines im Besonderen, verfolgt. Darüber habe ich auch schon desöfteren mit anderen, mit vielen anderen, Menschen geredet, und mich fasziniert immer wieder, wie wichtig doch eigentlich die Auseinandersetzung mit sich selbst in einem öffentlichen Raum zu sein scheint und wie unwesentlich sie bei genauerer Betrachtung doch ist. Das betrifft durchaus nicht nur das Bloggen, sondern eigentlich alle Medien, die zu einer gewissen Selbstdarstellung geeignet sind.

Einige Zeit habe ich mein altes Blog mit abgeschalteter Kommentarfunktion geführt… eben weil ich mein Blog als mein Tagebuch verstanden habe, meins ganz alleine, dass ich zwar erlaube zu lesen, aber die Meinungen zu meiner Art zu leben und zu schreiben waren mir völlig schnurz…

Freundliche Menschen haben mir erklärt, dass diese Haltung an Arroganz grenzt, eine Eigenschaft, die ich mir einbilde nur in einem bestimmten Kontext zur Vollkommenheit zelebrieren zu wollen, also habe ich das geändert. Und daraus gelernt… lerne weiterhin aus den Kommentaren und Mails… nicht die Sicht der Dinge hat sich verändert, nicht meine Art wie ich lebe… aber die Art wie ich über Dinge schreibe, das Einbinden von Menschen die ich mag, Meinungen die mir wichtig sind. Ich schreibe immer noch über die kleinen und großen Dinge in meiner Welt… aber ich tue es oft mit mehr Rücksichtnahme und mit einem wesentlich größeren Verständnis für das Unverständnis.

An diesem Punkt wird mir klar, meine Überlegungen haben im Kern nichts mit dem inspirativen Posting zu tun. Oder doch… denn ab und an bin ich die Person, mit der man nicht klarkommt. Und vielleicht mag ich deswegen seinen letzten Absatz so gerne:

„Das macht man nicht nur, um sich selbst einen Gefallen zu tun, sondern das gebietet auch die Höflichtkeit gegenüber Personen, die man nicht mag. Sie können ja nichts dafür. Sie wollen bloß ihren Kram machen. Lasst sie. Es gefällt Dir nicht? Lasst sie.“





Berlin – in Ruhe

27 09 2007

Der zweite Teil meines Berlinberichts…

Dieses Mal liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Ablatschen touristischer Ziele, der zweite Teil meines Berlinaufenthalts war vielmehr der Suche, dem Bedürfnis nach Ruhe gewidmet… Es war mir einfach dauernd zu laut und ich hatte das Gefühl ständig von Menschen, in dem Falle Menschen in ihrer nervigsten Form – Touristen – umlagert zu sein und habe, neben meiner mir selbst gestellten Architekturaufgabe, versucht beides zu verbinden und touristische Ziele zu finden, die mir die heißersehnten Auszeit verschaffen können. Die Ergebnisse gibt’s textfrei…

 

Fenster Klosterkirche Palast der Republik Parochialkirche Fenster
Regierungsviertel Potsdamer Platz Kuppel Klosterkirche Fenster
Gedächtniskirche Hof Spreebrücke Kollhoffhaus
Gekreuzigt Parochialkirche Fenster Parochialkirche Apsis Potsdamer Platz

 

 

 

 





Hundeschnarchen

27 09 2007

Wenn ich mitten in der Nacht aufwache und höre, wie mein Hund sein unterdrücktes Schlaf-Bellen bellt, gluckst und abgrundtief seufzt um dann leise und friedlich vor sich hin zu schnarchen, dann empfinde ich Geborgenheit und Ruhe in Reinkultur.

Bei lebhaft schlafenden Männern gelingt mir das nie…





Bücherstöckchen

26 09 2007

Die liebe Taubenhaucherin hat mir ein Stöckchen zugeworfen… und nachdem ich aufgrund ihres neu eingerichteten Lesezimmers über eine Neuordnung meiner Booklist nachdenke, finde ich das Stöckle wirklich passend…

Liest Du gerne?

Wenn ich nicht zwischendurch bloggen würde, würde ich nur lesen…

Wenn ja, welches Genre?

Alles… vom Glückskekszettel bis hin zum Bildband, auch E-Books… ein Faible habe ich für morbide, schräge Thriller, die Epoche von 1100 bis 1500 n.C., BDSM, Fachliteratur MA und Medizin und in der Badewanne darf es auch mal so richtiger erotischer Schund sein…

Dein letztes Buch hieß wie?

Ich lese mehrere Bücher gleichzeitig, aber zuletzt fertig geworden bin ich mit „Seelenjagd“ von Karin Yapalater

Würdest Du es weiter empfehlen?

Nur an jemanden, der selbst einen Hang zu morbiden Geschichten hat

Warum hast Du Dir genau dieses Buch zugelegt

Ich hab den Klappentext gelesen und mir gefielen die Worte ‘Central Park’, ‘Oldtimer Mercedes’ und ‘verbrannt’… beim Querlesen fielen mir die Worte ‘lesbisch’ und ‘Sadismus’ noch auf… dann hab ich es mitgenommen^^

Welches war das miserabelste Buch, dass Du je in der Hand hattest?

Die Deutschbücher mit denen man versucht hat mir diese seltsame aber wunderschöne Sprache nahe zu bringen…

Bist Du ein Bücherquäler? Entsorgst Du z.B. die Schutzumschläge, machst Eselsohren oder besudelst die Seiten?

Seit meiner Kindheit nicht mehr, aber wenn ich mal Kaffee drüberleere ist es auch kein Weltuntergang

Was machst Du mit den Büchern, wenn Du sie gelesen hast?

Wenn sie mir gefallen haben, behalte ich sie – Regal wäre toll, aber im Moment lagere ich meine Bücher in einer Garage… wenn sie mich gelangweilt haben, dürfen sie mit Ebay die Welt kennen lernen oder ich dreh sie meiner Mutter oder Schwägerin an

Tja… und wohin jetzt mit diesem Stecken… nachdem Zeniscalm ja einen Fan hat, der eher Prügel will als Stöckchen, will ich mal sehen, was sie damit macht… und mich würde interessieren, was der Uwe so mit Büchern macht – obwohl ich nicht weiss, ob der überhaupt Stöckle mag… und nachdem drei dank Taubenhaucher auch mal vier sein können, sind bei mir drei eben nur zwei, nur damit das Universum nicht ins Ungleichgewicht kommt





Deutsche Symbolik – Touristensicht

25 09 2007

Berlin – wie gut jemanden zu kennen, der jemanden kennt, der zufällig im Prenzlauer Berg eine dieser Schickemuckelwohnungen hat, die er einem mal eben so für ein langes Wochenende überlässt. Das ausgerechnet meine Schwägerin an diesem Wochenende Geburtstag hatte, hat mir quasi den nötigen Antrieb gegeben Berlin zum x-ten Male zu besuchen…

Fernsehturm - InnenEs gibt auch, nach zweijähriger Abwesenheit, nichts Aufregendes zu erzählen, obwohl ich sie diesmal wirklich wie ein Tourist besucht habe. Eventuell machen nicht alle Touristen fast ausschliesslich Bilder von architektonischen Details, aber mei… mir war halt ein bisserl fad. Obwohl, was ich ziemlich aufregend, quasi schon sensationell fand, war, dass ich mich trotz meiner Höhenangst dazu hinreissen liess den Fernsehturm zu besuchen. Das ich darüber hinaus unter einer leichten Platzangst leide, macht die Fahrt mit dem Aufzug zu einer wahren Heldentat. Das Highlight dieser Begebenheit war für mich – gemäß meines diesmaligen Berlin-Architektur-Themas – das wirklich gelungene Interieur des Aufgangs in einer modernistischen Ostfassung.

Natürlich kann niemand, der ein rechter Tourist sein will, auf das Brandenburger Tor verzichten… abends um die Zeit wollen die meisten Besucher anscheinend andere Dinge sehen, denn ich war tatsächlich alleine auf dem PariseQuadrigar Platz… mal von einem (!) versprengten Japaner abgesehen, aber der war so winzigklein, der zählt nicht. Allein, Dixieland singend, auf einem Bein durchs Brandenburger Tor zu hüpfen ist eine ziemlich große Sache – sinnlos, aber durchaus ein Erlebnis. Ich hatte den Eindruck, dass das eine Pferd von der Quadriga etwas irritiert war, aber in Wirklichkeit, weiss ich deutlich weniger über Pferde als über Frühklassizismus. Die Säulen in den Torhäusern wirken übrigens mitten in der Nacht durchaus… romantisch. Sie sollten zwar dorisch sein und eine ionische Kannelierung tragen, aber ich muss gestehen, dass ich in dem Moment nicht wirklich darüber nachgedacht habe. Ich war vielmehr damit beschäftigt darüber nachzudenken, ob die Übelkeit beim Überkopffotographieren wohl nachlässt, bevor ich mich auf heiligstem deutschen Boden übergebe…

Diese Überlegung führte mich zu der Frage der Symbolik der Bauten… wenn das Brandenburger Tor für die Teilung bzw. die Wiedervereinigung Deutschlands steht und der Reichstag quasi für Deutschland steht… wo sieht sich Deutschland in seinem architektonischen Verhältnis zur Welt ? Ich bin immer wieder über diese Frage gestolpert… Deutsche, resp. regierende und staatlich bauende Deutsche scheinen Symbole zu mögen…

Reichstag_Kuppel_1

Die Kuppel als ein Neubeginn, aufgebaut auf den Ruinen des alten Deutschlands… na gut, man kann das sicher gediegener ausdrücken, aber so verstehe ich die architektonische Interpretation des Reichtags. Meiner persönlichen Meinung nach, ist die Kuppel mit ihren faszinierenden und verwirrenden Verschachtelungen nicht nur ein gelungenes bauliches Schaffen, sondern ein Inbegriff der verschlungenen Wege deutscher Rechtsstaatlichkeit – auch wenn ich nicht an den bewussten Einsatz von Ironie an dieser Stelle glauben kann…  Im  Übrigen ist ein Besuch kurz vor Toresschluss  im Reichstag wirklich  empfehlenswert, kurz vor Mitternacht erscheinen sogar die allgegenwärtigen Kameras fast wie Kerzenleuchter.Sony Center

Um zu beweisen, dass ich durchaus auch tagsüber geordneten Touristenströmen gefolgt bin, möchte ich hier ein weiteres meiner architektonischen Bildchen vorzeigen… entstanden im Sony Center. Auch hier lässt mich, wie so oft, der Baustil am Gefühl der Architekten für die Stadt und seine Besonderheiten zweifeln. Natürlich hat das Center seine Berechtigung, die Übertragungen der WM haben die Legitimation vermutlich schon mehrfach bestätigt, aber dieses Bild könnte genauso gut in jeder x-beliebigen Metropole dieser Welt entstanden sein. Für mich hat Berlin mehr als das zu bieten und das ausgerechnet, dieses langweilige Stück Postmoderne eines der neuen Wahrzeichen werden musste, kann ich nur bedauern. Zumindest auf den Leinwänden im Sony Center kann man aber dann sehen, wie Berlin mal war – an dieser besonderen Stelle…

Sony Center Leinwand

Mehr zu Ivy-Schatz in der großen weiten Welt dann morgen… oder übermorgen… oder wenn ich die Speicherkarte mit den anderen Fotos finde^^





Unforgotten…

24 09 2007

Heute wäre für Mika ein wichtiger und wunderschöner Tag gewesen, er hat sich sehr auf seinen 40. Geburtstag gefreut – er hat sich auf jeden seiner Geburtstage gefreut, er konnte feiern wie nur wenige Menschen, die ich je kennengelernt habe – er wollte mit den Menschen die er mochte, liebte, so viel Zeit wie möglich verbringen und ihnen auf seine Art zeigen, dass sie ihm wichtig sind… und seine Art war umwerfend, ein Hauch perfektionistisch, immer mit dem Willen jedem einen ganz besonderen Wunsch zu erfüllen, gierig nach Lachen und Leben.

Trinken, Kochen, immer wieder Kochen, Singen genauso wie intensive und geflüsterte Gespräche, die seinen Menschen sein Interesse an ihnen zeigte. Ganz Aufmerksamkeit für den Einzelnen und immer Spass am gelungenen Ganzen, am Unsinn machen, spontane Experimente in der Küche,Tanzen, Essen und Lieben, Diskussionen über Wein, Spiele, das Leben an sich…

Ich weiss nicht, wie er diesen Geburtstag gefeiert hätte, vielleicht wäre es ein Burgfest geworden, vielleicht hätte er sich mit Bernd und Ernstl zusammen etwas in einem Weinkeller ausgedacht, es gab auch immer eine Idee in einem leeren Gewächshaus irgendetwas zu feiern… egal wie, egal was, es wäre etwas Besonderes gewesen – wie jedes Fest, wie jedes Zusammensein, wie seine Liebe und das ganze Leben, das er gelebt hat – in jeder einzelnen Minute… ich vermisse Dich sehr, Mika

Mika

Erinnerungen sind kleine Sterne,

die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.





Unangenehme Frauen…

23 09 2007

To be remembered:

Heute ist mir in der U-Bahn wieder einmal aufgefallen, dass ich persönlich an Frauen häufig Dinge beobachte, die ich als äussert unangenehm empfinde… eine Art peinlicher Berührtheit, wenn ich das Verhalten mancher Frauen sehe und oft sage ich ganz leise zu mir ‘Bitte, werd nicht so… egal wie beschissen das Leben zu dir ist’