Classical Geographic – Poland

30 11 2007

or Why it is sophisticated to favor the Undertaker…

Die ‘wöchentliche’ Klassiklektion führt uns heute nach Polen, das machen wir noch schnell vor dem Advent, ich muss ja auch mal zum Gutsle backen kommen… Das ist jetzt nicht wirklich eine der großen Nationen der klassischen Musik, aber mit einem ihrer Komponisten haben sie einen Volltreffer gelandet… obwohl die meisten denken, der gute Mann käme aus Frankreich – aber Fryderyk Franciszek Szopen, den wir heute üblicherweise ganz weltmännisch Frédéric Chopin nennen, stammt aus der Nähe von Warschau.

Damit verdanken wir den Polen Unmengen sehr anspruchsvoller Klaviermusik, die damals nicht wirklich als ernste Musik gedacht war, sondern eigentlich eher so als Salonmusik zur Unterhaltung konzipiert war. Das Geklimper im Hintergrund sozusagen.

Was wählen für Polen ? Chopin neigte ja eher zur beschwingten Dur-Thematik… aber rückblickend auf die Geschichte Polens hat der Trauermarsch von Chopin eine gewisse Repräsentanz, noch dazu kennt echt jeder das Stück… allerdings finde ich die Nocturne No.9 Op. 2 passender… hat zumindest keine sofortige Auswirkung auf die Winterdepression.

Seltsamerweise lässt sich Chopin supergut verjazzen, was vermutlich jeder weiss, der sich wie ich im Klavierunterricht schon mal so richtig übelst gelangweilt hat – und das war verdammt oft – deswegen auch eine Jazzvariante von Chopins Nocturne No.9 Op.2

Das Original gespielt von Rubinstein (!) mit Partitur

Der Trauermarsch ( Marche funèbre c-Moll ) für die, die meinen sie bräuchten was Depressives zur guten Nacht, das Video ist entsprechend schwarz-weiss und jenseitig entmutigend…

Lehrreiches: Chopin war aller Vermeintlichkeiten zum Trotz Pole und kein Froschfresser Franzose… die Einmarschmusik des Undertakers ( WWF, 148 KG auf 2,08cm… *sabber* ) stammt nicht aus einem Horrorfilm sondern von Chopin und manche klassischen Komponisten lassen sich in ganz bestimmten Musikrichtungen eher interpretieren als in anderen.

Reiseroute
<<< Russia … Czechia >>>





Some men look great in a dress…

29 11 2007

or Why I don’t believe in feminism

Dieser Eintrag ist lediglich meine gedankliche Reaktion auf eine Kommentardiskussion bei Geschlechterkampf und ganz sicher nicht politisch motiviert.

Um es vorweg zu sagen, ich bin bereits in der zweiten Welle der Emanzipation ausgestiegen… und nichts wird mich zu dem Glauben bringen, dass Frauen und Männer gleich sind. Sollte die Emanzipationsbewegung jemals wirklich den Satz „Männer und Frauen sind gleichgestellt“ ernst meinen und deren jeweiligen Eigenheiten und Unterschiede als Chance und nicht als Hindernis verstehen, das es zu eliminieren gilt, dann werde ich mich wieder dafür interessieren – aber an Gleichbehandlung bin ich nicht interessiert.

Ich bin kein Mann, ich möchte auch keiner sein… ich will mich auch nicht als einer verstehen um einer Ideologie willen, die mich in meiner Existenz als weibliches Wesen verleugnet. Ich bin auch nicht schwächer, dümmer oder beeinflussbarer als ein Mann, aber ich bin anders… anders in meinen Empfindungen, meinen Zielsetzungen und meinem Selbstverständnis. Und ich pinkel nicht im Stehen, ich hab nicht mal das Bedürfnis es zu können…

Ich will, dass Männer alles tun dürfen, dass Frauen tun… ich will aber auch das Frauen das umgekehrte Recht haben. Auch wenn wir es körperlich an manchen Punkten nicht können – ich bin nicht gut im Bäume anpinkeln, Männer sind keine Experten für den Umgang mit Tampons… aber zumindest an den Stellen, wo es möglich ist, will ich das Männer die gleichen Rechte haben wie ich…

Brad PittIch will nicht, dass man Männer zwingt zur Bundeswehr zu gehen, in meinem Land tut man sowas nicht… da gehen Männer und Frauen freiwillig ihren Dienst leisten. Noch viel weniger möchte ich das man Männer zwingt, entgegen ihrer inneren Überzeugung Hosen zu tragen oder auf den Karriereknick zu verzichten, der in der Familienpause für Frauen obligat ist. Natürlich sollen Männer im gleichen Beruf weniger verdienen dürfen um mit Frauen gleichgestellt zu sein, ein freiwilliger Verzicht wäre zauberhaft – aber ich glaube soweit sind Männer noch nicht.

Männer sollen die gleichen Berufe ergreifen dürfen wie Frauen… nachdem wir Frauen offensichtlich nicht zu Tausenden auf die Baustellen strömen um Berufe im Bauhandwerk zu erlernen wäre es wirklich angebracht, wenn Männer endlich für den freien Zugang zum Beruf des Nageldesigners demonstrieren… auch als Sprechstundenhelfer oder Entbindungspfleger sind Männer sicher eine Bereicherung. Klar sind die Arbeitszeiten beschissen und der Verdienst ist weit unterhalb dem eines Baggerfahrers, aber es geht um schliesslich um Selbstverwirklichung.

Kinder sollten freien Zugang zu ihren Vätern und Müttern haben… Ich wünsch mir, dass Männer und Frauen gemeinsam entscheiden, wer welche Aufgaben übernimmt – Frauen können Baumhäuser bauen und Männer können kleinen Mädchen und Jungs sicher auch beibringen wie man Knöpfe annäht. Es ist falsch Frauen die Verantwortung aufzuhalsen sich um die Verhütung zu kümmern. Dabei entsteht nämlich genau die Frage nach der Vaterschaft, bei der man Männern das Recht genommen hat heraus zu finden ob das kleine Wesen wirklich Produkt ihrer Lenden ist.

Nicht nur Männer sollen das Recht haben, sich frei und fröhlich in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit zu bestätigen, sicher würden auch manche Frauen gerne die Gelegenheit nutzen in der Gegend herum zu vögeln… leider haben Frauen häufig das Emotionsproblem, also sollte die Frauenbeauftragte an dieser Stelle etwas unternehmen um Frauen zur Promiskuität zu ermuntern und endlich auch in diesem Punkt eine echte Gleichstellung zu erreichen. Lesbische Frauen werden gesellschaftlich deutlich besser toleriert als schwule Männer, auch das wäre ein toller Ansatzpunkt für Menschen die es nach etwas Engagement dürstet.

Ich bin eine Frau

…ich bin klug, ich gehe auf Punkkonzerte, ich bin sexy, ich bin empathisch, ich bin nicht kinderfreundlich, ich bin dominant-sadistisch, ich bin leidenschaftliche Köchin, ich bin politisch, ich bin keine Feministin, ich singe beim Abwaschen, ich bin polyamorös, ich bin katholisch, ich erzähle meine kleinen Geheimnisse meinem Ficus, ich bin gebildet, ich bin Fetischistin, ich liebe Schokolade, ich bin Voyeurin, ich habe einen besten Freund, ich arbeite in einem Frauenberuf, ich bin bisexuell, ich steh auf schnelle Autos, ich fick nicht in der Gegend rum, ich bin warmherzig, ich glaube an Gleichstellung, ich lasse mir die Türe aufhalten…

… und manche Männer heulen mir die Ohren voll, sie wären nicht gleichberechtigt, weil sie keinen Rock tragen könnten ? Dann zeigt halt das ihr einen Arsch in der Hose habt und tut es einfach…





Transzendentes Kochen

28 11 2007

Julian – Der wohl beste Küchenjunge und unterhaltsamste Kochazubi den ich je die Ehre hatte kennen zu lernen und an den ich heute beim Gemüsekauf ganz feste denken musste…

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Julian: Ihnen beim Kochen zuzugucken ist eine transzendente Erfahrung
Ivy: Du glaubst Broccoli sei eine schwedische Stadt, was weisst du von Transzendenz ?
Julian: Mehr als über Broccoli.

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Dralle Weiber

27 11 2007

Es muss mal gesagt werden… ich liebe dralle Weiber… ich meine echte Weiber. Prall und üppig und alles andere als dem Idealstandardmaß einer unterernährten Barbiepuppe entsprechend. Ich mochte üppige Frauen schon immer… Frauen sind wunderschön, fühlen sich toll an und sind eben… einfach anders als Männer. Männer sind auch toll… ich liebe Männer, gar keine Frage, aber Männer sind irgendwie nicht so appetitlich zum Angucken.

Aber wenn eine Frau, dann sollte sie auch wirklich eine sein, voller Energie, Kraft und Weiblichkeit – gerne ein Luder, eine Zicke, eine Schlampe… behaltet die Heiligen, ich mag die Huren. Ich finde Frauen schön, wenn sie sich lasziv bewegen können, sich selber unwiderstehlich finden, wissen wie geil sie sind und keine Angst haben, zu zeigen das sie lieben was sie haben… inklusive der kleineren Mängel und auf jeden Fall – unverzichtbar – der paar Pfunde zuviel.

Und wenn denn eine Frau, dann ein bitte schön eine sinnliche, üppige, sich ihrer Weiblichkeit bewusst, authentisch in ihrer Liebe zu sich selbst, strotzend vor Selbstbewusstsein und in dem Wissen das ihre kleinen Polster sie nicht weniger begehrenswert, sondern erst zu einer runden Sache machen… die Kunst sich die kleinen Fehler zu vergeben, Lust an der Leidenschaft, Sinnlichkeit in den Dingen die sie tut…

Ein echtes Weib… ein weiches rundes Bäuchlein… pralle, breite Schenkel, die irgendwie mehr versprechen… unbedingt ein Arsch, der den Namen auch verdient, so drall dass einem Hand juckt… und Titten.. ja die auf jeden Fall, davon gerne viel, ein echtes Viel zum Spielen, Schmusen und Versinken. Und bitte auch viel von dieser wunderbaren kuschelwarmen Haut, wie anscheinend nur Frauen sie haben, die einen schwindelig werden lässt vor Lust daran zu Schnuppern, Lecken und Streicheln… Luxuriöse Üppigkeit

Wenn ich einer solchen Frau beim Essen zusehe, sehe wie sie geniesst, schwelgt, die Augen schliesst während sie das Dessert vom Löffel leckt, dann ist es hoffnungslos um mich geschehen… als intimer Beobachter ihrer Lebensfreude, puren Sinnlichkeit und dem bisschen mehr an Lust am Frau-sein… lächelnde Lippen, die wissen was sie bewirken, im Vollbesitz ihrer weiblichen Kraft … ein wenig Dekadenz dazu, dann bin ich verloren und will auch nicht gerettet werden…

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Dieser Beitrag ist meine persönliche Art zu sagen, dass ich Anorexie für eine ernstzunehmende und absolut entstellende Krankheit halte. Es ist grundlegend falsch diese Krankheit zu stilisieren und eine krankhafte Körperwahrnehmung als lebenswerte Option zu verstehen… Wer sich näher darüber informieren möchte, sei an Zeniscalm verwiesen





Things no one wants to see…

27 11 2007

Ich hab völlig vergessen zu erwähnen, dass ich von Herrn Hase eine supertolle klitzekleine Kamera ( Exilim irgendwas ) bekommen habe, damit ich all die wichtigen und vor allem unwichtigen Dinge meines Lebens festhalten kann… und natürlich auch ins Internet stellen kann. Da gibts ja auch noch nicht genug völlig überflüssige Bilder, deswegen mach ich welche^^

Merlin





Classical Geographic – Russia

26 11 2007

or Poledancing is Art

Der Einfachheit halber nenne ich das heute aus ca. 183 kleinen Staaten ( die alle natürlich wichtig und willkommen in der Völkergemeinschaft sind ) und einem großen Staat bestehende ehemalige Sowjetunion, bzw. das ehemalige russische Reich, bzw. ehemalige Zarenreich nur Russland. Ich diskutier hier ja auch nicht die Weltgeschichte, sondern red nur ein wenig mit mir selber über russische Klassik… und da gabs ‘ne Menge. Russland ist eine Großmacht des guten Geschmacks und Heimat einer endlosen Reihe wirklich guter Musik… die russische Mafia ist also nicht der einzige Exportschlager…

Nur ist die Musik ein klein wenig anders irgendwie… ein bisschen tragischer, einen Hauch sibirischer Einsamkeit, und ein wenig Pelzmützenromantik… Anfangs waren die Russen durch ihre verwandschaftlichen Bindungen ( und der diversen Kriege mit der krummbuckligen Verwandschaft ) ja voll ins mitteleuropäische Leben involviert. Man studierte in Wien, Leipzig und Paris, die Welt war ein Dorf…

Wirklich russisch sind die orthodoxen Gesänge ohne instrumentale Begleitung, aber durch den europäischen Einfluss via Zarenhof entwickelte sich die russische Kunstmusik. Wie bei Russen nicht anders zu erwarten, gab es zwei Strömungen ( erinnert sich einer an Radio Eriwan ? )… die „Gruppe der 5″, die Nationalisten der jungen Komponistenriege Russlands versuchten die russische Volksmusik einzubringen, während andere, darunter der Komponist unseres heutigen Repräsentantentitels Tschaikowski eher westwärts blickten. So ist das im Vielvölkerstaat… da will eben jeder was anderes.

Russland schaffte es nach dem Noch-Romantiker Rachmaninow mit Strawinski und Prokofjew eine eigenständige expressionistische Musikrichtung zu etablieren und erst mit Stalin wurde die Entwicklung auf eher unappetitliche Weise gestoppt. Heute gibt es wieder eine russische Avantgarde, die kennt nur keiner..

Untrennbar mit der russischen Klassik verbunden ist neben diesem gewissen schneeverwehten Dr. Schiwago-Schmelz das Ballett… keine Ahnung wieso, aber die Russen haben mehr begnadete Choreographen und Ballettänzer hervorgehext als andere Nationen… obwohl die Italiener das Ballet erfunden haben… In Anbetracht dieser Tatsache lasse ich Fakten sprechen… kein anderes Stück ist in meinen Augen so russisch, so Bolschoi wie Schwanensee… ich wusste nur nicht, dass man es auch an der Stange tanzen kann…

Peter Tschaikowsky – Schwanensee / Klassische musikalische Version und nicht ganz so klassisches Poledancing der 1. Szene des 2. Aktes. Keine Sorge, der klassische Teil geht keine 50 sec

Die deutlich bessere Version und sehr dringend empfohlen zum Selberhüpfen : Madness – Dance craze 1980 / Swan Lake

Lehrreiches: Der Vorläufer von Poledancing ist russisches Ballet, die Russen sind sich prinzipiell uneins und wer je die weissen Nächte in Sankt Petersburg erlebt hat, weiß viel mehr über die Schönheit Russlands als jemand, der Dostojewski gelesen hat. Guter Wodka ersetzt stilles Wasser beim Abendessen und man mischt Wodka nur wenn er grottenschlecht ist mit toten Gummibären…

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FemDom-Art: Damals…

25 11 2007

Jaja… kein Schweinkram in Ivys Blog, ich bin ja auch nur ein Mensch und nachdem ich zufällig über dieses Bild gestolpert bin, kann ich mir den Hinweis nicht verkneifen, dass Femdom ganz offensichtlich keine ganz neue Erfindung ist. Und Fetisch ganz offensichtlich auch nicht…

Bruno Schulz

Bruno Schulz – um 1890




Classical Geographic – Scandinavia

24 11 2007

or Let’s have sex with a norwegian cello

Auf unserer Reise durch die Welt der klassischen Musik besuchen wir zunächst den Norden, dankenswerter Weise ist man da schnell durch damit, denn die gehören alle irgendwie zu den europäischen Exoten. Der einfache Grund für diesen Umstand ist… da oben lebte es sich in der Zeit vor dem täglichen Fährverkehr etwas einsam und man war nicht wirklich so mittenmang im europäischen Austausch, vielleicht wars ohne Zentralheizung auch einfach oft zu kalt zum Klavierspielen… das könnte wiederum der Grund sein, dass man den nordischen Frauen andere wichtige Fähigkeiten nachsagt… also zumindest die Schwedinnen sollen… Ja, ich komm vom Thema ab.

Also in Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und Island ( wo sollte man das sonst dazu zählen ? ) war lange Zeit musikalisch eher Rustikales angesagt, allerdings haben insbesondere die Schweden kurzerhand die selbstkomponierte Klassik übersprungen und wurden eine wirklich bemerkenswerte Nation von Jazzern ( ich konnte mir ‘Swinger’ jetzt wirklich nur knapp verkneifen ).

Danach kam ABBA.

Den Dänen, Isländern, Finnen erging es nicht wesentlich anders, auch wenn sie ab und an eigene Komponisten hervorgebracht haben… und trotzdem nicht bei Ace of Base gelandet sind. Nur das malerische Norwegen hatte mit Edvard Grieg Mitte des 19 Jahrhunderts einen der Superstars der romantischen Klassik. Der Gutste ( hat in Leipzsch gelernt ) wird mit Sicherheit noch mal erwähnt… aber vorweg : Sein Bestreben die norwegische Seele, die Volksmusik und die typischen Motive in die Musik einzubringen macht eines seiner Stücke zu meinem Repräsentanten Skandinaviens… ich glaub, so klingt ein Fjord wenn er gute Laune hat.

Es gibt verschiedene Versionen des Titels, diese hier ist ausnahmsweise nicht für E-Gitarre adaptiert sondern für… tadaaa… Cello, Metal-Cellisten besser gesagt… und nach Jahren die ich hinter einem Cello gesessen bin, kann ich guten Gewissens sagen… die Jungs spielen nicht, die haben Sex mit ihrem Instrument.

Apocalyptica – ‘Hall of the Mountain King’ / Peer Gynt von Edvard Grieg


Hier eine bessere, aber nicht so powervolle ( Studio-) Version mit einem süssen Video, das auch gleich die Geschichte mit Knetmännchen erzählt…

Und der Ordnung halber einmal mit Partitur und klassischer Umsetzung

Lehrreiches: Grieg schreibt sich EdVard und nicht EdWard, Ace of Base kommt aus Schweden und neben schwedischen Pornos ist ABBA der Exportschlager der Nation. Ivy hatte Cellounterricht und für Spaceman: Das Zitat „Norway… the land of black metal“ stammt von einem finnischen Cellisten.

 

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Eveline Hasler – Die Vogelmacherin.

24 11 2007

Storyboard: Die Geschichte von Hexenkindern beschreibt zwei, beziehungsweise drei Schicksale der als Hexen verfolgten Kinder Mitte des 17 Jahrhunderts in der Schweiz und Oberschwaben. Ein elternloses, fantasiebegabtes 11-jähriges Mädchen erleidet einen unsinnigen und unnötig grausamen Hexenprozess… nur weil dieses Kind zufällig als schwächstes Glied in einer aufrührerischen Dorfgemeinschaft als Exempel geeignet ist – und behauptet Vögel machen zu können.

Zwei andere Kinder werden der „Buhlschaft mit dem Teufel“ bezichtigt und schliesslich auch verurteilt. Nachdem der Bub für die Hinrichtung noch zu jung ist, werden er und seine Schwester jahrelang im Kloster Buchau am Federsee aufbewahrt – im Wissen was sie erwartet.

Meine Meinung: Nicht nur schwer zu lesen sondern auch schwer zu begreifen.





Geruchsinduzierte Flashbacks

23 11 2007

Winter Edition

Wenn ich im Park an dem alten Buchsbaum vorbeigehe und den sanften Friedhofsgeruch rieche, sehe ich unweigerlich den mit Lilien bestückten Trauerkranz meines Großvaters vor mir. Zwischen meinen Fingern spür ich dann sogar den steifen, glatten Stoff der Bänder auf diesem klischeebeladenen Stück Erinnerung.

Jedesmal wenn ich mein Macadamia-Vanille-Öl aufschraube, dass ich statt Parfüm benutze, sehe ich eine der weiß-gelben Plastikdosen Zimt von Fuchs vor mir und plötzlich habe ich das unverweigerbare Bedürfnis in ein exorbitant leckeres Weihnachtsplätzchen zu beissen.

Der Geruch von Kirschwasser führt dazu, dass ich an den Tannenbaum denken muss, unter den ich gekotzt habe, als ich in sehr jungen Jahren mal die leckeren Schokokirschen von Oma aufgefressen habe. Es muss wohl vor Weihnachten gewesen sein, denn ich kann hören, wie das Lametta knistert, wenn man es zwischen den Fingern hin- und herrollt.

Ich hätte nicht aufhören sollen zu rauchen…