Blistering Heat

29 05 2008

Auf der Autobahn… 18 Kilometer Stau voraus… 32° C drückend, schwülwarme Hitze… alles voller Saharastaub, der an jedem Schweißtropfen klebt… ein Hund, der einem feuchtemuffige Liebesbeweise ins Ohr hechelt… weit und breit nichts zu trinken… nur Hitze, Sand und Blech.

Und dann… ein Hindelang-LKW auf der rechten Spur… strahlendes und blitzsauberes Weiß… ein beeindruckendes Kühlaggregat auf dem Dach… und auf der Bordwand räkelt sich ein Traum von Blondine auf einem frostklirrendem Eisblock… Aufschrift: „So schön kann Kälte sein“…

Wer berät die Spedition… ein Spezialist für psychologische Kriegsführung?





Märchenhaft…

28 05 2008

Wenn mein Provider nach sieben (!) Jahren der Zusammenarbeit merkt, dass

Frau Ivy Königstochter
Am Frau-Holle-Gedenkstein 13a
Märchenwald – Siebenzwerghausen

nicht mehr zu erreichen sei und deshalb fristlos kündigt, hat das Charme…





Flötentöten

27 05 2008

Entgegen aller Mutmaßungen lebe ich nicht im pulsierenden Zentrum der Metropole Stuttgart, sondern in einer kleinen, beschaulichen Strasse am Rande Stuttgarts. Kittelschürzen und Tratsch am Gartenzaun sind hier, wo die Welt noch in Ordnung ist, nicht die Ausnahme, sondern die Regel…

Jetzt aber ist ein frisch verheiratetes Pärchen in unsere biedere Nachbarschaft, genauer gesagt, uns gegenüber eingezogen. Eigentlich passen die beiden Menschlein prima hierher, bevor irgendwas in der Wohnung stand war schon der Balkon angepflanzt, sie haben Vorhänge, aber keine die nach Heimlichkeit riechen und auch sonst kein Leben. Ein christlich-besinnliches, ungemein langweiliges Pärchen eben… wenn da nicht diese Flöte wäre…

Tag und Nacht übt der neue Mann von nebenan Flöte. Kein Nachbar weiß wieso er das tut, aber er tut es… er tut es auch vorzugsweise bei geöffneten Fenstern, Flöte spielen verbraucht vermutlich viel Sauerstoff und nachdem das junge Glück keine Glotze besitzt und anscheinend auch kein Sexualleben, übt er verdammt viel.

Und mit Üben meine ich üben… nicht etwa klassische Melodien oder wenigstens mal eine komplette Partitur… nicht doch… Nur Tonleitern: Aufsteigend, absteigend, jeder zweite Ton, jeder dritte Ton, mal in Moll und mal in Dur. Klingt abwechslungsreich… aber nach so ein bis zwei Tagen und geschlagenen 16 Stunden Flöte flöten verliert es durchaus seinen Reiz. Zumindest für mich. Für ihn leider nicht.

Inzwischen halluziniere ich Tonleitern, ich träume sie. Ich sehe die Noten vor mir, wie sie aus der Flöte perlen und wachsen und wuchern und bedrängend auf mich zufliegen… die ersten Alpträume lang stand ich ihnen hilflos ausgeliefert gegenüber, aber inzwischen habe ich herausgefunden, dass geträumte Noten wunderbar ausbalanciert sind… wie Baseballschläger. Und in dem Moment, in dem mein Baseballschlägernotenschlüssel das Gesicht des Herren Flötisten trifft, erklingt nach dem sanften Zerplatzen seines Schädels nur noch ein Geräusch:

Völlige Ruhe.





Hot Summer Days

27 05 2008

Boys, it’s time to get some new speedos and make Mommy happy

Be thankful to Taubenhaucherin





Alles in Obi…

26 05 2008

Eigentlich flirte ich nicht, denn dank meiner… ähm… sagen wir mal ‘’sexuellen Prädisposition“ hat es sich als sinnvoller herausgestellt, diese Art der Kontaktaufnahme zugunsten einer etwas rustikaleren Form der Interessensbekundung aufzugeben. Dazu kommt, dass mich Leute normalerweise nicht anlächeln. Warum auch, ich bin weder eine exotische Landschildkröte noch ein blondes Kleinkind.

Und trotzdem… also da bei Obi… trifft mich ein perfektes und absolut umwerfendes Eiskaltes-Radler-an-einem-verdammt-heißen-Tag-Lächeln. Mich, die ich aussehe, als wäre ich ein ausgesetzter Malerlehrling. Hilflos und verwirrt vor einem Regal mit Farben, deren Namen sich ganz sicher ein schwuler Innenarchitekt ausgedacht hat… Wie kann denn das passieren? Also wieso bitte mir?

Ohhh ja… selbstverständlich hab ich die glänzenden schwarzen Haare und die dunklen Augen zur Kenntnis genommen, auch die perfekte Größe und den sagenhaften Hintern. Vielleicht eine Spur zu jung für mich, aber wer wird schon so kleinlich sein. Während ich mich geflissentlich daran versuche ein stinknormales Dunkelgrau ausfindig zu machen.. dank des Innenarchitekten heißt das aber völlig anders… merke ich, dass ich in sanfter Grenzdebilität zurücklächle. Meine Aversion gegen den Feld- Wald- und Wiesenflirt steigt in mir auf und ich denke mit leisem Bedauern: “Was solls, ich steh ja eh nicht auf den Latino-Schmelz.“ und bemühe mich um ein wohlgefälliges in-Luft-auflösen.

Ich trödel ein wenig durch den Baumarkt, gönne ich mir einen Ausflug zu den Eisenwaren und während ich überlege, ob ich nicht doch noch 3 oder 4 Meter Edelstahlkette für einen noch nicht bekannten Zweck brauchen könnte, höre ich diese sensationell rauchige Stimme hinter mir sagen: „Du siehst aus wie ein kleines Kind im Spielwarenladen.“ Ohne mich umzudrehen teile ich der unglaublichen Stimme mit, dass ich allerdings wirklich gerne Spiele spiele, die nur ganz sicher nichts für Kinder seien. Das Lachen an meinem Ohr macht mir bewusst, dass ich außer den Nackenhaaren ganz offensichtlich noch eine Menge mehr kleine Haare habe, die sich vor Begeisterung aufstellen können…

Während wir uns unterhalten, bin ich ähnlich gebannt wie das vielbemühte Kaninchen vor der Schlange… dadurch nur leider nicht gelähmt genug um nicht noch einen Kasten voller Schrauben runter zu werfen und mich heftigst in einem Absperrband zu verheddern… aber immerhin, ich hab geflirtet, als würde ich mein Leben lang nichts anderes tun. Und fast so, als würde ich es mögen. Oder können. Oder vielleicht sogar beides.

Während wir uns in Zeitlupentempo zur Kasse bewegen, nutze ich noch die Gelegenheit um in meiner nonchalanten Unbeholfenheit noch einen Stapel Werkzeugkästen umzunieten und genieße den entzückenden Anblick, wie sich mein Flirt tief… sehr tief… bückt um mir beim Aufsammeln zu helfen. Allein für diesen Anblick hat sich jedes einzelne Wort gelohnt… jedes… jeder Buchstabe eigentlich… und jeder einzelne meiner sehr unanständigen Gedanken, was ich mit diesem atemberaubenden Wesen alles anstellen könnte… im Baumarkt… entdecke die Möglichkeiten. Yes Sir.

Der Abschied – schwierig… keiner will so recht gehen, bis ich mich eher zufällig daran erinnere, dass im Auto ja die Hundewurst auf mich wartet und er sicher nicht auf dem Parkplatz übernachten will. Erst als ich das Auto aufschließe, merke ich, dass ich völlig vergessen habe, nach ihrer Telefonnummer zu fragen…

Ob ich die wohl auch bei Obi finde?





Towel Day

25 05 2008

Heute gedenken wir mit dem inzwischen unverzichtbaren Handtuchtag dem wundervollen Douglas Adams und seiner von mir innig geliebten Buchserie: “Per Anhalter durch die Galaxis“… ihm verdanken wir nicht nur die Kugelschreibertheorie und die Kenntnis des großen grüner Arkelanfalls, sondern auch das überlebensnotwendige PAL-Feld…

Ihm zu Ehren einen Pangalaktischen Donnergurgler

und ein Bild von unserer zauberhaften Cachebegleitung Uwe vom Magerquark-Blog

Das Bild wurde ohne Erlaubnis gestohlen… Danke





Cowboy Perverts

23 05 2008

Hab ich schonmal erwähnt, dass mir die Konformität der BDSM-Szene gelegentlich gewaltig auffen Senkel geht? Immer nur Carlos Perron zu hören, ist so dröge… Try SM and Country – Yeahah !

Cowboy Perverts: Mistress may I





Must-have

22 05 2008

Also eigentlich wollte ich mein Come-Back nach sensationellen 6 dreiviertel Wochen Urlaub etwas poetischer gestalten… aber mal ganz ehrlich: Was kann wichtiger sein als ein USB-Hamster?