Ja, ich will…

27 08 2008

Endlich mal ein Psychotest, der wirklich wichtige Dinge klar stellt:
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You Are Destined to Rule the World


You have the makings of a very evil dictator…

Which is both kind of cool and kind of scary!

Will you rule the world? Maybe. Maybe not.

But at least you know that you could.

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Dominantes Charisma

26 08 2008

Es heißt ja eine dominante Ausstrahlung hat nichts mit den Klamotten zu tun…

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Schau mer mal…





Statt Blumen…

9 08 2008

Liebes Insubordinantes Denken,

zu deinem ersten Geburtstag wünsche ich dir von Herzen alles Gute… Du hast mir im vergangenen Jahr unglaublich viel Spaß gemacht, mir viele neue Menschen vorgestellt und mit mir Freud, Leid und alltäglichen Wahnsinn geteilt. In 250 Postings hast du mir zur Seite gestanden, dir wurde 1.178 in das Kommentarfeld gekritzelt und du hast 46,965 Besucher überstanden. Dein bester Tag war der 14. Juli 2008, da wollten dich wirklich dolle viele Leute sehen… und am liebsten lesen die Besucher die Geschichte über „Dralle Weiber„.

Vor genau einem Jahr, im Urlaub im Allgäu hat unsere mehr als wunderbare Beziehung begonnen… etlichen Menschen hat unsere Zusammenarbeit Freude gemacht, manche haben was zum Nachdenken gehabt und der eine oder andere hat vielleicht doch erkannt, dass nicht alle Klischees, die er pflegt, immer so ganz das Wahre sind. Wegen dir habe ich unzählige Mails beantwortet, hatte deinetwegen sogar mal Stress mit Herrn Hase und habe ab und an sogar geweint. Nicht wegen dir, aber manches Thema, das wir geteilt haben, ist diesseits des PCs doch etwas emotionaler.

Ich habe dich durch die Untiefen meiner Unzulänglichkeiten gezerrt, dank dir der Welt ganz besondere Highlights meiner Schusseligkeit präsentiert und war mir auch nicht zu schade, meine tiefempfundene Freude an der menschlichen Dummheit hier zu zelebrieren. Du bist Tagebuch, Fotoalbum, du singst sogar meine Lieder und manchmal tritt mich dein sanftes Leuchten sogar in den Hintern und zwingt mich meine Geschichte und Geschichtchen zu erzählen. Danke… sowohl dir als auch deinen Lesern.

Kisses,
Ivy





Sommerferienprogramm – Österreich

6 08 2008

Natürlich geht es nicht wirklich um das Land Österreich, das alleine schon mehr als nur eine Reise wert ist… es geht um den kulinarischen Himmel auf Erden. Ich bekenne mich klar zu süddeutsch-alpiner Küche! Was will ich auch machen mit einer Oma aus Österreich , einer aus den italienischen Alpen, einer Stiefoma aus Bayern, einer Schwiegermutter aus Franken und Wohnsitz in Schwaben… ich bin von klein auf verdorben für jedwedes durchschnittliches, geschmackloses und fettarmes Essen.

Und heute… heute gibt es extra für Tamlin, der mich ja so außerordentlich nett darum gebeten hat, Zwetschgenknödel. Die von meiner Oma. Die aus Österreich. Helene.

Schritt 1:

Erst gucken wir uns alle Sissi-Folgen an, weinen ein bisschen und legen etwas Walzer auf. Anschließend suchen wir folgende Zutaten zusammen:

Zwei bis drei Handvoll mehligkochende Kartoffeln (Irgendwas zwischen 400 und 500 Gramm), zwei Handvoll Zwetschgen und für jede Zwetschge einen Würfelzucker, 3 Eßlöffel Mehl, 2 Eßlöffel Grieß, 2 Eigelb, etwa 30 Gramm Butter und Salz zum Kochen.

Schritt 2:

Zuallererst kochen wir die Kartoffeln in Salzwasser weich, übrigens ein guter Zeitpunkt um die CD zu wechseln, Falco passt auch gut und ist nicht ganz so nervenzerfetzend wie der ewige Walzer. Anschließend müssen die Kartoffeln geschält und noch WARM zu Kartoffelbrei verarbeiten. Vorzugsweise mit diesem Kartoffelbreimachgerät, ein Erbstück eben jener Oma, aber Menschen ohne großmütterliche Kochtradition können alternativ auch eine Gabel hernehmen. Stichverletzungen sind zwar schmerzhaft, aber nicht tragisch.

Umweltbewusste Menschen, also wir, schmelzen die Butter auf der noch warmen Kochplatte und kippen diese dann mit den restlichen Zutaten in den Kartoffelbrei – Die Zwetschgen und den Würfelzucker kannst du übrigens wieder rausholen – und verarbeiten diese überaus klebrige Pampe zu einem ansehnlichen Brei. Erinnert sich noch jemand an „Deutsches Antenne Polen: In Farbe und bunt? Egal…

Wenn die Finger sich wieder von einander lösen lassen, hat man in etwa die richtige Konsistenz. Notfalls noch zwei Eßlöffel Mehl zugeben… ein überaus lustiger Plan wenn man das Mehl schon aufgeräumt hat und einem grad die Finger zusammen pappen als hätte man mit Sekundenkleber gespielt.

Schritt 3:

Während der Teig sich von den Anstrengungen erholen darf und nachdem man sich das vierte Mal die Hände gewaschen hat, kann man die Zwetschgen vorbereiten: Aufschneiden, Kern raus popeln, Würfelzucker rein und wieder zu klappen. Schafft auch ein Mann. Wenn er das mit dem Messer schon im Griff hat.

Schritt 4:

Jetzt kommt der schwierige Teil: Der Teig muss irgendwie einigermaßen fest an die Zwetschge geklebt werden. Als Anhaltspunkt… Die Menge an Teig ist etwa so groß wie die Zwetschge. Dazu formen wir eine Platte aus dem Teigstückerl und wickelt das möglichst elegant um die Zwetschge herum. Frohes Werken. Anfänger sollten übrigens das Kochwasser für die Knödel erst aufstellen nachdem sie alle Knödel gedreht haben, der Dampf in der Küche wird nach einer halben Stunde wirklich unerträglich

Die Knödel legen wir dann vorsichtig in siedendes Wasser und, erschöpft aber nahe am Ziel, wenden wir uns der Beilage zu: Süße Grieben. Heißt vermutlich anders, aber wir kochen hier nach meiner Oma ihrer Linguistik. Zutaten sind Butter, gern reichlich, denn wir sind in Österreich… Semmelbrösel und Zucker. Und auch hier kann der Mann wieder helfen: Die Butter zerlassen, Brösel drin anschwitzen und mit Zucker abschmecken – Fertig.

Schritt 5:

Wie die meisten Gerichte aus dem Süden, kündigt das Essen seine Fertigstellung selbst an: Die fertigen Knödel schwimmen an der Oberfläche und wollen durch den Schaumlöffel gehoben werden (was das ist haben wir bei den Spätzle ja schon gelernt). Kurz abtropfen lassen, mit den süßen Grieben anrichten und sich von den Bekochten fürderhin anbeten lassen. Sissi forever. Füsse küssen inklusive.





Sommerferienprogramm – New York

3 08 2008

Und auch heute wieder eine der unverzichtbaren Folgen des Sommerferienprogramms… die keinen weiteren Zweck verfolgt, als zu verhindern, dass meine Stammleser mangels Sommer-Lesestoff womöglich ein Buch anfassen…

Gestern war ich in Stuttgart und saß… nachdem ich irgendwie mein Geld durchgebracht hatte… ein Weilchen auf einer Bank in der Königsstraße, die Fußgängerzone und gleichzeitig das eher träge schlagende Herz unserer netten, kleinen, schwäbischen Stadt. Und für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl in der Hitze New Yorks zu baden. Nicht das New York die schönste aller Städte wäre… aber es ist nun mal New York, es ist der Inbegriff der Metropole… Amerika schlechthin. Noch dazu diejenige, in der ich kleine Landmaus neben Berlin wohl die meiste Zeit verbracht habe, wenn auch nicht nur im Urlaub.

Für diejenigen die N.Y. nicht aus eigener Anschauung kennen… es ist eine Reise wert, wenn auch der Sommer nicht die beste Reisezeit ist. Es ist wahnwitzig laut, wenn auch nicht auf die charmante Art, die Rom an den Tag legt. Es ist keine wirklich freundliche Stadt wie Wien, aber die Taxifahrer haben ihren eigenen Schmäh. Es ist unglaublich staubig, aber es ist die wacheste Stadt der Welt. New York ist ein jiddischer Bagel mit deutschem Frischkäse und italienischer Pastrami… karibische Cocktails, amerikanisches Speed und dänisches Eis. Gleichzeitig.

Mein persönliches New York ist Baseball, Polizeisirenen, Chilidogs, sensationelle Kunst und unglaublich viel Müll. Es ist auch das kleine Loft am Hafen, in dem die Kakerlaken freundlich grüßen, bevor sie die chinesischen Pappschachteln wegschleppen und die Morgensonne, wenn man nach einer durchfeierten Nacht aus dem Limelight in die Realität geschubst wird. Es war der Blick aus dem WTC und ist die Stimme meines Onkels am 13. September. Ich denke an Jogger, den netten Kutscher vom Central Park und die zauberhaften Kellner des Waldorf Astoria. Die Pancakes aus dem kleinen Diner um die Ecke und der Geruch der U-Bahn. New York ist nicht schön… es ist eher wie der unglaublich hässliche Mischlingshund, dessen Charme man nicht widerstehen kann und in den man sich nach und nach verliebt.

Und manchmal, wenn man die Augen zumacht, fühlt sich sogar Stuttgart für eine Sekunde nach großer weiter Welt an…

…und nach Heimweh.


Liza Minelli on Liberty Weekend – NEW YORK-NEW YORK