Dieses wunderschöne Gedicht… das in einzigartiger so Weise perfekt zu meinem Headerbild passt… hat der entzückende Herr Bee von Zynaestesie auf meinen kleinen, am Rande gehegten, Wunsch geschrieben… und ich bin hingerissen, wie immer wenn es um Liebesgeschichten und neongrüne High Heels geht…
Frau Schmidt und Herr Blentzke
oder Das Glück folgt auf dem Fuße
.
Ganz allein, Beziehungswaise –
noch zu haben war die leise,
unaufdringliche Frau Schmidt.
Fand sie sich auch ab damit?
Keinesfalls. Doch war sie schüchtern,
dachte also, kalt und nüchtern:
sollte sich ihr Plan auch lohnen,
kämen wohl Investitionen
für das Schuhwerk in Betracht.
Und so tät Frau Schmidt zur Nacht
in der Oper, auf den Bällen
sich auf hohe Hacken stellen,
erst nur mäßig, doch zu später
Stunde vierzehn Zentimeter.
Dass auch Männer um sie warben,
trug sie sie stets neonfarben,
giftig grün und lackbewehrt –
was Herrn Blentzke gar nicht stört,
da es solche Stiefel waren,
deren Anblick er seit Jahren
innig suchte und nun fand.
Schließlich schlang ein zartes Band
er zu dieser Fußbekleidung,
die zur bessren Unterscheidung
grün wie eine Ampel glühte,
dass das Herz ihm jäh erblühte.
Denn Herr Blentzke mag nicht Schürzen,
Wäsche will den Blick nicht würzen,
Strumpf und Hose, Wolle, Seide,
Gold und Silber und Geschmeide,
nichts, was ihm zur Lust gereicht.
Er ist ganz auf Grün geeicht.
Was Frau Schmidt knieabwärts ziert,
dies hat ihn konditioniert.
Und vor lauter Liebesschmerz
fasste Blentzke sich ein Herz,
wartete drei Wochen schon,
sprach: « Le cœur a des raisons… »
Sie verstand es. Und genau
wurde sie Herrn Blentzkes Frau.
Seit dem Tag, der ihm hienieden
dieses größte Glück beschieden,
schwelgt Frau Blentzke ganz in Muße
und lebt gut auf großem Fuße.
Doch die Stiefel, jene glatten,
grünen, hohen, für den Gatten
trägt sie diese nun ausschließlich,
denn sie zeigten sich ersprießlich,
und sie nimmt es lächelnd hin:
Absatz fördert den Gewinn.
.
Leuchtend grünen Dank an Bee

Storyboard: Dieter Nuhr reist um die Welt… auf der Suche nach der Intelligenz. Dabei sieht er auch noch lecker aus, auch wenn er im Prinzip erfolglos bleibt.
Irische Freundschaften
Sommerleuchten
Virgina Kay Scarpetta. Als Einzelgängerin und Frau muss sie sich in einer Männerwelt von Polizisten und FBI-Agenten durchsetzen. Dabei reicht es ihr nicht, nur ihrem Job nachzugehen, sondern sie möchte mehr für die nicht selten grausam zugerichteten Leichen tun, die ihr auf den Tisch kommen. Gemeinsam mit dem mürrischen Polizisten Marino versucht Scarpetta, zum Leidwesen vieler anderer Polizisten sich aktiv in die Ermittlungen einzubringen. Natürlich gerät sie dabei selbst in Gefahr. In ihrem ersten Fall jagt sie einen Mörder, der in schöner Regelmässigkeit Samstag morgens zuschlägt
und scheinbar wahllos Frauen tötet. Das Buch bleibt nicht immer unter der Ekelgrenze, aber mit einem starken Magen kann man richtig Spass an den Obduktionsbeschreibungen und der Verfolgungsjagd haben.
Schweiz und Oberschwaben. Ein elternloses, fantasiebegabtes 11-jähriges Mädchen erleidet einen unsinnigen und unnötig grausamen Hexenprozess… nur weil dieses Kind zufällig als schwächstes Glied in einer aufrührerischen Dorfgemeinschaft als Exempel geeignet ist – und behauptet Vögel machen zu können.
Meine Meinung: Genial… surreal in seiner Tragik, eine Durchschnittsexistenz in ihrer ganzen Verzweiflung des Alltags und trotzdem zum Schreien komisch. Es kann nicht erfunden sein… wer je auf einem Dorf gelebt hat, erkennt viele der sinnlosen Rituale seiner eigenen Jugend wieder… oder erinnert sich ans Kotzen hinters Bierzelt. Keine belanglose geschönte Jugenderinnerung sondern brachiale Ironie und kein bisschen Augenzwinkern. Ich schätze es gibt Menschen, die dieses Buch lieben und andere, die es hassen… dazwischen ist nicht viel Platz.
Storyboard: Eine Explosion erschüttert den Tempelberg und kurz darauf werden zwei außergewöhnliche Forscher in den Vatikan gebeten, um einen archäologischen Fund, ein Ossarium zu untersuchen. Enthält es tatsächlich die Gebeine Jesu und ist die Auferstehungsgeschichte der Bibel damit widerlegt ?
Auseinandersetzung mit Schuld und Verzweiflung.
gerade auf den Beginn der Sommerferien – wie jedes Jahr. Als ihnen aber ein Soldat aus dem 1. Weltkrieg erscheint, Schatten lebendig werden und der Abdeckereilaster versucht sie zu töten, wird ihnen klar, dass nichts so sein wird, wie in den Jahren zuvor… Alles Unheil scheint von dem alten Schulhaus auszugehen und die Jungs versuchen, nicht ganz ohne Verluste, sich dem Bösem in den Weg zu stellen.









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