… möchte ich aus diesem Grund einen Kerl in die Wüste schicken.
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… möchte ich aus diesem Grund einen Kerl in die Wüste schicken.
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via Hemingway… der jetzt auch Kaninchen jagt
Ein interessantes Wort… frivol… aufgetaucht in der Blogrolle des ebenfalls interessanten Blogs Goethe der Woche… aber was bedeutet frivol eigentlich? Und vor allem… hab ich das auch? Eine Frage, die mich die ganze Nacht beschäftigt hat… zu meiner Entschuldigung, ich hatte Nachtwache und da macht man sich eigenartige Gedanken, wenn man nachts alleine durch dunkle Gänge schleicht.
Meine erste Assoziation ist ganz klar die schwäbische Hausfrau, die meint durch den Verzicht eines Höschens unter einem bodenlangen Rock bereits den Gipfel anrüchiger Mode erreicht zu haben… Ich trage auf Partys auch bodenlange Röcke… würde aber nie auf den Gedanken kommen, das sei frivol. Mein lackglänzendes Partyoutfit hat eindeutig mehr Ähnlichkeit mit einem Tschador als mit einem schamlosen Outfit, allein der Gedanke an unbedeckte Schultern und halsferne Ausschnitte lässt mich in dem Zusammenhang gruseln.
Nachdem ich klugerweise meinen Assoziationen nicht immer vertraue, habe ich das mal recherchiert… natürlich bei Wikipedia, der ersten Adresse für kaum 18jährige Pornodarstellerinnen… und dort wird mir erklärt:
Mit Frivolität bezeichnet man eine mit sexueller Anspielung versehene Mehrdeutigkeit meist schlüpfrigen Charakters.
Aha. Sehr aufschlussreich und kein Stück weiterhelfend, außer dem Verdacht das frivoles Verhalten tatsächlich etwas mit Schlüpfern zu tun hat… aber was bitte bedeutet in dem Zusammenhang Mehrdeutigkeit? Und wenn es eine Bedeutung haben sollte… bin ich denn mehr als eindeutig in meinen sexuellen Anspielungen? Wenn ja, sollte ich das wohl dringend ändern… Mehrdeutigkeit ist was für Politwissenschaftler, aber sicher nicht für schlichte Sexisten wie mich.
Unverdrossen mache ich mich auf die Suche nach Synonymen, vielleicht findet sich ja da ein Hinweis darauf, was denn unter frivol zu verstehen ist: Ausgelassen, leichtfertig, lasziv, anrüchig, willig, ungehörig, schlüpfrig. Jetzt kommen wir der Sache schon näher…
Obwohl… ausgelassen bin ich eher selten, Leichtfertigkeit ist auch nicht meins. Lasziv kann ich zwar buchstabieren, wärs auch sicher gerne mal, aber lassen wir das. Anrüchig… klingt gut, hat was von Mata Hari, aber nachdem die auch lasziv war, kann das wohl nicht wirklich auf mich zutreffen – Schade eigentlich.
Willig… aber bitte doch gerne… ich liebe willige Männer, unwillige fast noch mehr, da kann ich durchaus ungehörig werden… hmm… ja, ich mach gelegentlich Dinge, die sich sogar ganz sicher nicht gehören, allerdings gebe ich zu bedenken, dass diese Ungehörigkeit sich ausschliesslich aus der gesellschaftlichen Vorstellung dessen definiert, das von derselben als akzeptabel empfunden wird – in einer anderen Galaxie sieht man das möglicherweise völlig anders…
Und am Ende taucht wieder dieses Wort auf… schlüpfrig… ist das ein schlüpfrig im Sinne von feucht, glitschig, nass? Dann könnte ich vielleicht ja doch eine Meinung dazu haben… oder zumindest eine weitere Assoziation, die sich aber gesellschaftskonform als etwas unangemessen erweisen dürfte… Wenn es um die Wäsche geht – den guten alten Schlüpfer – dann will ich gar nicht drüber nachdenken, was mir dazu für Bilder in den Kopf kommen… Ein Grund wieso diese Frivol-Sache nach dieser Herleitung auf mich nicht zutreffen kann, erschliesst sich aber daraus… meine Leidenschaft für Dessous… ich würde in etwas, dass man als Schlüpfer bezeichnet, nicht mal begraben werden wollen. Ganz sicher nicht.
Womit am Ende eine Frage bleibt… was ist frivol denn nun eigentlich? Ist das womöglich so etwas ähnliches wie Bielefeld? Fragen über Fragen, die sich für das sinnfreie Philosophieren auf dunklen Gängen zwischen schlafenden alten Damen in geblümten Schlüpfern hervorragend eignen. Vielen Dank auch.
Angesichts der demonstrierten innigen Zuneigung zwischen manchen Männern und dem Objekt ihrer Begierde, dem liebevollen Streichen mit einem nebelfeuchten Schwamm über den glänzenden Lack, dem zarten Wegpusten imaginärer Staubkörner von den Außenspiegeln und dem sorgfältigen Abtrocknen entwischter Wassertropfen an den unzugänglichen Stellen unterhalb der Fahrertüre wundert es mich nicht, dass Frauen in der Welt der Selbstwaschanlagen eher exotisch erscheinen. Frauen sind zu pragmatisch für sowas. Es reicht völlig, wenn das Auto hinterher sauberer als vorher ist – es muss sich nicht auch noch wohlfühlen.
Aber… auch in einer Waschanlage ist nicht ein Mann wie der andere… wer sich einmal die Zeit nimmt, das Geschehen in des Mannes liebsten Badezimmer zu beobachten, wird feststellen, dass es gravierende Unterschiede gibt – zwar nicht bei der Hingabe gegenüber ihrem Auto, aber bei anderen Merkmalen, die für Frauen durchaus eine gewisse Bedeutung haben können. Rein hypothetisch natürlich.
Da gibt es den Typ „junger Italiener“, der auch jede andere Nationalität haben kann. Schnittiges Auto, tendenziell neuesten Baujahrs, wenn auch eher von Papa geliehen als selbst gekauft, immer top gepflegt – das Auto, nicht der Kerl. Dieser Mann kann ohne bewundernde Blicke seiner devot hinter der Waschbox stehenden Freundin und eines laut hämmernden Basses offensichtlich kein Auto waschen und ist augenscheinlich nicht in der Lage, sich auf mehr als eine Sache zu konzentrieren. Weh dem, der in der Nachbarkäfig einen Blutsturz erleidet – der kriegt höchstens einen bösen Blick zugeworfen, weil das Blut die frisch gewaschenen Reifen versaut. Als potentieller Liebhaber ungeeignet, ich will einen Mann im Bett meinen Namen sagen hören und nicht den seines Autos.
Wenn ein Mann erst vier Getränkekisten und dann zwei Kindersitze auslädt und dann mit Tränen in den Augen die Butterkekskrümel aus dem Polster seines Kombis pickt, dann hat man einen „Familienvater“ entdeckt. Nicht nur die unsäglichen Namensaufkleber an der Heckscheibe verraten ihn, sondern auch die wohl langsamsten Bewegungen in der Waschstraßenwelt. Er ist nicht müde oder traurig, nein… er versucht die Zeit fernab seiner zwei greinenden Kleinkinder und seiner Frau möglichst lange auszudehnen… er ist in seinem persönlichen Paradies. Sprich ihn nicht an, er wird sowieso keinen Kopf für eine Affäre haben – es sei denn du willst die halbe Nacht über Windelschorf reden.
Interessanter ist da schon der „Typ von nebenan“. Das Auto ist eher unauffällig, gerne silber lackiert und der Kerl selbst nicht völlig in seiner Tätigkeit versunken. Er wird sehr wohl bemerken, dass der Geldeinwurfschlitz des Wechselautomaten in rund zwei Meter Höhe für dich nicht zu erreichen ist – eine Boshaftigkeit der Waschstraßenbetreiber um Frauen fernzuhalten. Er wird dir eine Weile zusehen und dann mit einem kleinen Grinsen auf dich zuschlendern und dich fragen, ob er dir helfen kann. Kann er… sicher auch auf etwas andere Art und Weise… aber länger als zwei Wochen wird wohl keine Frau das maliziöse Grinsen bei der Nacherzählung der Kennenlerngeschichte kaum ertragen.
Und dann war da noch der „hilfsbereite Engel“… etwas älter, gepflegte Umgangsformen, gediegenes aber unauffäliges Auto. Er erkennt er jede hilfsbedürftige Frau und schnappt sich ohne viel Aufhebens den Staubsauger. Er hört dir andächtig zu, lächelt an den richtigen Stellen und gibt Antworten, aus denen sich erkennen lässt, das er zumindest bemüht ist der Unterhaltung zu folgen, während er dein Auto für dich zu Ende putzt. Anschließend wird er dich zu einem Kaffee einladen und trotz deiner Proteste darauf bestehen zu bezahlen. Im Bett der Himmel auf Erden – die Lust seiner Angebeteten wird genauso hingebungsvolle Beachtung erfahren, wie sein Auto. Allerdings wird er nach drei Monaten fragen ob du ihn heiraten willst. Denk gut drüber nach, ein Kerl der dich befriedigt und den Müll runterbringt ohne zu nörgeln ist zwar selten – aber möglich, dass frau sich schneller langweilt als ihr lieb ist.
Das Fazit – es gibt keines… ausser das sich Waschanlagen durchaus zu soziologischen Studien eigenen… und Frauen dort in jeder Hinsicht die eine oder andere durchaus interessante Entdeckung machen können… während ein in naher Zukunft ein vielleicht nicht mehr ganz so fremder Fremder ihr Auto wäscht.
Ein Beratungsgespräch. Fachlich nichts Besonderes. Ein Klient in meinem Alter. Wir kennen uns. Worte gewechselt und gewitzelt. Wunderschöne Augen. Ein bildhübscher Kerl.
Anfangs macht die Beratung was sie machen soll… ich orientiere mich nur grob an meinem Fragebogen, greife kaum steuernd ein, sein Grinsen, seine Intelligenz und sein Humor machen aus der drögen Abarbeitung von Zahlen, Daten, Fakten eine faszinierende vielschichtige Unterhaltung. Sympathie, Offenheit und meine nicht ausschließlich professionelle Neugier wandern am Fragebogen entlang gradewegs in ein vorsichtig geflirtetes Spiel.
Irgendwas geht plötzlich schief… das unproblematische Geplänkel verwandelt sich in einen langsam vom Löffel tropfenden Pudding. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich das Problem bin. Ich bin ratlos, bemühe mich redlich einen sinnvollen Zusammenhang aufrecht zu erhalten… aber es funktioniert nicht.
Frustriert schmeiße ich meinen Stift auf den Tisch, lehne mich zurück und hoffe auf die rettende Eingebung. Um Hilfe suchend schau ich ihn an und bin erstaunt ihn schmunzeln zu sehen: „Du weißt nicht was schief läuft, stimmts?“ Er wartet völlig entspannt, völlig ruhig auf einen Kommentar von mir. Ich nicke nur. Minutenlang schweige ich gegen Zeit aus Kaugummi an.
„Was denkst du?“ frage ich, als ich sein Lächeln nicht mehr ertrage. Er sieht mir in die Augen. „Du willst nicht zulassen, dass ich dich anmache. Es stört dich, dass es funken könnte. Einer wie ich darf doch eine wie dich nicht geil finden.“ Meine Wangen verwandeln sich in Lava als ich anfange etwas über Professionalität und Distanz zu stottern. Er unterbricht mich „Versuch es erst gar nicht. Deine Vorstellung von dir selbst funktioniert auf einmal nicht mehr. Jeden so anzunehmen wie er ist, Toleranz und Offenheit, frei von Vorurteilen auf andere zu gehen. Du bist nah dran, aber ich zeige dir deine Grenzen.“
Er lacht leise als ich ihm sage, dass er zwar vielleicht ein genauer aber verdammt unhöflicher Beobachter ist. „Klar bin ich das, ich habe das Recht dazu. Was bin ich für ein Mann, wenn ich einer Frau nicht sagen kann, dass ich ihren Arsch umwerfend finde, ihr Verstand mich fesselt und ich sie gerne vögeln würde, wenn ich könnte? Nur weil dir der Gedanke unheimlich ist? Du hast gedacht ich wäre ungefährlich, harmlos und dankbar, aber ich bin es nicht. Ich hab das Potential deinen Geist zu ficken, wenn du nicht aufpasst.“
Ich weiß nichts zu sagen. Die kleinen Fältchen in seinen Augenwinkeln vertiefen sich, als er fragt: „Und jetzt wo du es weißt, kann auch gleich fragen, ob Fräulein Rechtschaffenheit sich eventuell von mir zum Essen einladen lässt.“ Mein Zweifeln liest er wohl aus meinem verzagten Lächeln und beruhigt mich: „Keine Sorge. Ich werde weder meinen Zivi mitbringen, noch dich bitten mich zu füttern. Gönn mir einfach die Freude, einen Abend mit dir zu verbringen. Nur weil ich vom Hals abwärts gelähmt bin, heißt das noch lange nicht, dass ich dich nicht ausgezeichnet unterhalten kann.“
Er hat Recht… in jeder Hinsicht.
In der Lobby meiner arbeitgebenden Einrichtung… ein wenig plaudern, ein Käffchen mit den Mädels… Real-Life-Social-Networking. Während B. (96), S. (81) und C. (72) sich in Belanglosigkeiten ergehen, kuschel ich mich in die Sitzecke und folge dem Gespräch – das in Wirklichkeit in breitem Schwäbisch stattfand – mit einer gewissen geistigen Abwesenheit… bis… ja bis unser indischer Servicehelfer an unserem Kaffeekränzchen vorbeischlendert…
C.: Ach… so ‘nen Schwarzen hätte ich auch gerne mal.
Ivy: Das ist ein Inder.
C.: Nee, also ein Inder wär nix für mich. Aber ein Schwarzer schon.
Ivy: Ähm..?
S.: Ach Kindchen, nun stell dich nicht blöde, du weißt doch was man über schwarze Männer sagt.
<Die Damen kichern>
C.: Ja… sowas hätt ich schon mal gern gehabt. Ivy, kannst du uns nicht mal einen schwarzen Zivi besorgen?
Ivy: Ihr hab doch den kleinen Inder, was ist mit dem verkehrt?
B.: Für diese indischen Liebesspielchen bin ich zu alt.
Ivy: Aber für einen 17jährigen Schwarzen nicht?
B.: Ich kann zwar keine Gymnastik mehr machen, aber die Beine krieg ich noch auseinander.
Haltloses Kleinmädchengelächter während ich fassungslos schweige… Nachdem sich die Damen beruhigt haben, setzt S. mit nachdenklicher Stimme an:
S.: Aber schwarze Männer sollen ja schwer erziehbar sein.
Ivy: Erziehbar?
C.: Schätzchen… man kann sich jeden Mann passend machen.
Mein Gesichtsausdruck muss wohl etwas fragend wirken, als ich langsam nicke und animiert B. zu einer Erklärung
B.: Einfach die Zügel straff halten, zeigen wo es lang geht und ab und zu ein Zuckerle.
S.: Und hart einreiten!
B.: Mit Gerte und Sporen.
Enthemmtes Schulmädchenkichern, während ich meine Hände ins Sofakissen kralle:
Ivy: Ich glaub so genau will ichs gar nicht wissen…
C.: Papperlapapp, irgendwann musst du das lernen. Das ist das Geheimnis einer guten Ehe.
Reihum bestätigendes Nicken während ich meine Augen verdrehe und ein stummes Gebet an den Gott der Dementen richte… B. tätschelt begütigend meinen Schenkel…
B.: Sei nicht traurig, Kindchen. Überlass einfach den erfahrenen Frauen die schwarzen Männer. Du bist einfach zu jung und zu gutherzig um einen Mann richtig hart ran zu nehmen, aber mach dir nichts draus – es gibt sicher irgendwo einen netten Burschen, der gern so ein zurückhaltendes Mädchen wie dich hätte.
Keine Frage, es macht einen deutlichen Unterschied im Spannungsbogen, ob man ein erotisches Szenario mit Schlagermusik oder Ravel unterlegt… aber wieso nicht mal handgemachte Musik mit nachvollziehbaren Texten versuchen? Alternatives gibts von Go Cat Dave… den ich nicht nur SMlern wärmstens an Herz legen möchte… Fuck conformity.
Cut out my circulation? – Yessir!

Manche Menschen wissen eben wirklich welche E-Cards mein Herz erfreuen…
Es ist nicht so, dass ich keine weißen Uniformen mögen würden… insbesondere nicht an knapp unter 30-jährigen Marineoffizieren… aber an mir selbst versuche ich doch, diese Form der Vereinheitlichung beruflich weitgehend zu vermeiden. Aber manchmal… wenn ich nicht gerade in der Verwaltung rumhänge und so tue als würde ich irgendwelche staatstragenden Sachen machen… verkleide ich mich mit der properen und vor allem persilweißen Uniform einer Pflegekraft.
In eben eine dieser Wunderwaffen aller Karbolmäuschen gehüllt, besuchte ich vor kurzem einer meiner Lieblingsmänner auf ein Schwätzchen… ein reizender 92jähriger Herr, Preusse, großgewachsen mit entzückend altmodischen Umgangsformen und in einer deutlich besseren körperlichen und geistigen Verfassung als ich. Als ich mich verabschieden will und schon in der Tür stehe, fragt er:
Herr D.: Meine Liebe… was tragen Sie da eigentlich für ein furchtbares Kleidungsstück
Ivy: Einen Schwesternkittel, das trage ich doch oft, wenn ich in der Pflege bin…
Herr D.: Ach wissen Sie, Kindchen… ich sehe immer nur ihr strahlendes Lächeln, da habe ich Ihre Uniform wohl übersehen.
Ivy: Alter Charmeur
Herr D.: Alt ja…
Und als ich gerade mit einem umwerfenden Lächeln die Tür hinter mir schließen will…
Herr D.: …aber nicht alt genug, um das knappe schwarze Höschen unter dem weißen Schürzchen zu übersehen.
Was soll ich schon groß dazu sagen… außer:
Ja, aber gerne doch…
Reggie Watts – What about blowjobs
What ?