Classical Geographic – Russia

or Poledancing is Art

Der Einfachheit halber nenne ich das heute aus ca. 183 kleinen Staaten ( die alle natürlich wichtig und willkommen in der Völkergemeinschaft sind ) und einem großen Staat bestehende ehemalige Sowjetunion, bzw. das ehemalige russische Reich, bzw. ehemalige Zarenreich nur Russland. Ich diskutier hier ja auch nicht die Weltgeschichte, sondern red nur ein wenig mit mir selber über russische Klassik… und da gabs ’ne Menge. Russland ist eine Großmacht des guten Geschmacks und Heimat einer endlosen Reihe wirklich guter Musik… die russische Mafia ist also nicht der einzige Exportschlager…

Nur ist die Musik ein klein wenig anders irgendwie… ein bisschen tragischer, einen Hauch sibirischer Einsamkeit, und ein wenig Pelzmützenromantik… Anfangs waren die Russen durch ihre verwandschaftlichen Bindungen ( und der diversen Kriege mit der krummbuckligen VerwandRusslandschaft ) ja voll ins mitteleuropäische Leben involviert. Man studierte in Wien, Leipzig und Paris, die Welt war ein Dorf…

Wirklich russisch sind die orthodoxen Gesänge ohne instrumentale Begleitung, aber durch den europäischen Einfluss via Zarenhof entwickelte sich die russische Kunstmusik. Wie bei Russen nicht anders zu erwarten, gab es zwei Strömungen ( erinnert sich einer an Radio Eriwan ? )… die „Gruppe der 5“, die Nationalisten der jungen Komponistenriege Russlands versuchten die russische Volksmusik einzubringen, während andere, darunter der Komponist unseres heutigen Repräsentantentitels Tschaikowski eher westwärts blickten. So ist das im Vielvölkerstaat… da will eben jeder was anderes.

Russland schaffte es nach dem Noch-Romantiker Rachmaninow mit Strawinski und Prokofjew eine eigenständige expressionistische Musikrichtung zu etablieren und erst mit Stalin wurde die Entwicklung auf eher unappetitliche Weise gestoppt. Heute gibt es wieder eine russische Avantgarde, die kennt nur keiner..

Untrennbar mit der russischen Klassik verbunden ist neben diesem gewissen schneeverwehten Dr. Schiwago-Schmelz das Ballett… keine Ahnung wieso, aber die Russen haben mehr begnadete Choreographen und Ballettänzer hervorgehext als andere Nationen… obwohl die Italiener das Ballet erfunden haben… In Anbetracht dieser Tatsache lasse ich Fakten sprechen… kein anderes Stück ist in meinen Augen so russisch, so Bolschoi wie Schwanensee… ich wusste nur nicht, dass man es auch an der Stange tanzen kann…

Peter Tschaikowsky – Schwanensee / Klassische musikalische Version und nicht ganz so klassisches Poledancing der 1. Szene des 2. Aktes. Keine Sorge, der klassische Teil geht keine 50 sec

Die deutlich bessere Version und sehr dringend empfohlen zum Selberhüpfen : Madness – Dance craze 1980 / Swan Lake

Lehrreiches: Der Vorläufer von Poledancing ist russisches Ballet, die Russen sind sich prinzipiell uneins und wer je die weissen Nächte in Sankt Petersburg erlebt hat, weiß viel mehr über die Schönheit Russlands als jemand, der Dostojewski gelesen hat. Guter Wodka ersetzt stilles Wasser beim Abendessen und man mischt Wodka nur wenn er grottenschlecht ist mit toten Gummibären…

Reiseroute
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4 Gedanken zu “Classical Geographic – Russia

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