Some men look great in a dress…

or Why I don’t believe in feminism

Dieser Eintrag ist lediglich meine gedankliche Reaktion auf eine Kommentardiskussion bei Geschlechterkampf und ganz sicher nicht politisch motiviert.

Um es vorweg zu sagen, ich bin bereits in der zweiten Welle der Emanzipation ausgestiegen… und nichts wird mich zu dem Glauben bringen, dass Frauen und Männer gleich sind. Sollte die Emanzipationsbewegung jemals wirklich den Satz „Männer und Frauen sind gleichgestellt“ ernst meinen und deren jeweiligen Eigenheiten und Unterschiede als Chance und nicht als Hindernis verstehen, das es zu eliminieren gilt, dann werde ich mich wieder dafür interessieren – aber an Gleichbehandlung bin ich nicht interessiert.

Ich bin kein Mann, ich möchte auch keiner sein… ich will mich auch nicht als einer verstehen um einer Ideologie willen, die mich in meiner Existenz als weibliches Wesen verleugnet. Ich bin auch nicht schwächer, dümmer oder beeinflussbarer als ein Mann, aber ich bin anders… anders in meinen Empfindungen, meinen Zielsetzungen und meinem Selbstverständnis. Und ich pinkel nicht im Stehen, ich hab nicht mal das Bedürfnis es zu können…

Ich will, dass Männer alles tun dürfen, dass Frauen tun… ich will aber auch das Frauen das umgekehrte Recht haben. Auch wenn wir es körperlich an manchen Punkten nicht können – ich bin nicht gut im Bäume anpinkeln, Männer sind keine Experten für den Umgang mit Tampons… aber zumindest an den Stellen, wo es möglich ist, will ich das Männer die gleichen Rechte haben wie ich…

Brad PittIch will nicht, dass man Männer zwingt zur Bundeswehr zu gehen, in meinem Land tut man sowas nicht… da gehen Männer und Frauen freiwillig ihren Dienst leisten. Noch viel weniger möchte ich das man Männer zwingt, entgegen ihrer inneren Überzeugung Hosen zu tragen oder auf den Karriereknick zu verzichten, der in der Familienpause für Frauen obligat ist. Natürlich sollen Männer im gleichen Beruf weniger verdienen dürfen um mit Frauen gleichgestellt zu sein, ein freiwilliger Verzicht wäre zauberhaft – aber ich glaube soweit sind Männer noch nicht.

Männer sollen die gleichen Berufe ergreifen dürfen wie Frauen… nachdem wir Frauen offensichtlich nicht zu Tausenden auf die Baustellen strömen um Berufe im Bauhandwerk zu erlernen wäre es wirklich angebracht, wenn Männer endlich für den freien Zugang zum Beruf des Nageldesigners demonstrieren… auch als Sprechstundenhelfer oder Entbindungspfleger sind Männer sicher eine Bereicherung. Klar sind die Arbeitszeiten beschissen und der Verdienst ist weit unterhalb dem eines Baggerfahrers, aber es geht um schliesslich um Selbstverwirklichung.

Kinder sollten freien Zugang zu ihren Vätern und Müttern haben… Ich wünsch mir, dass Männer und Frauen gemeinsam entscheiden, wer welche Aufgaben übernimmt – Frauen können Baumhäuser bauen und Männer können kleinen Mädchen und Jungs sicher auch beibringen wie man Knöpfe annäht. Es ist falsch Frauen die Verantwortung aufzuhalsen sich um die Verhütung zu kümmern. Dabei entsteht nämlich genau die Frage nach der Vaterschaft, bei der man Männern das Recht genommen hat heraus zu finden ob das kleine Wesen wirklich Produkt ihrer Lenden ist.

Nicht nur Männer sollen das Recht haben, sich frei und fröhlich in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit zu bestätigen, sicher würden auch manche Frauen gerne die Gelegenheit nutzen in der Gegend herum zu vögeln… leider haben Frauen häufig das Emotionsproblem, also sollte die Frauenbeauftragte an dieser Stelle etwas unternehmen um Frauen zur Promiskuität zu ermuntern und endlich auch in diesem Punkt eine echte Gleichstellung zu erreichen. Lesbische Frauen werden gesellschaftlich deutlich besser toleriert als schwule Männer, auch das wäre ein toller Ansatzpunkt für Menschen die es nach etwas Engagement dürstet.

Ich bin eine Frau

…ich bin klug, ich gehe auf Punkkonzerte, ich bin sexy, ich bin empathisch, ich bin nicht kinderfreundlich, ich bin dominant-sadistisch, ich bin leidenschaftliche Köchin, ich bin politisch, ich bin keine Feministin, ich singe beim Abwaschen, ich bin polyamorös, ich bin katholisch, ich erzähle meine kleinen Geheimnisse meinem Ficus, ich bin gebildet, ich bin Fetischistin, ich liebe Schokolade, ich bin Voyeurin, ich habe einen besten Freund, ich arbeite in einem Frauenberuf, ich bin bisexuell, ich steh auf schnelle Autos, ich fick nicht in der Gegend rum, ich bin warmherzig, ich glaube an Gleichstellung, ich lasse mir die Türe aufhalten…

… und manche Männer heulen mir die Ohren voll, sie wären nicht gleichberechtigt, weil sie keinen Rock tragen könnten ? Dann zeigt halt das ihr einen Arsch in der Hose habt und tut es einfach…

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20 Gedanken zu “Some men look great in a dress…

  1. jeo schreibt:

    Ich tu es einfach!

    …allerdings leider z.B. nie im Job – immerhin brauch‘ ich den ja noch, um mir neue Röcke kaufen zu können 😉

    P.S.: schwarze, bodenlange Röcke – keine bunten Kleider. Die stehen mir eher nicht so gut…

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  2. Ivy schreibt:

    Jaha… es gibt sie doch, die Jungs in Röcken… 🙂

    Ich mag Männer auch am liebsten in bodenlagen, schwarzen Röcken… ich mach jetzt echt nur wegen Brad Pitt eine Ausnahme 😉

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  3. Joachim Kiess schreibt:

    das Argument mit dem (fehlenden) Arsch in der Hose kann man natürlich genausogut umgekehrt Euch Mädels vor die Nase halten:

    zeigt, dass Ihr nicht mehr für weniger Geld den gleichen Job machen wollt (heul‘: dann krieg’/hab‘ ich keinen Job);
    zeigt, dass Ihr die Kinder nicht mehr alleine erziehen und keinen Karriereknick haben wollt
    (heul‘: dann läuft mir der Kerl davon);
    zeigt, dass Ihr auch ein Recht auf Sexualität nach Euren Vorstellungen habt (heul‘: dann sagen alle, ich sei eine Schlampe);
    [soll ich die Liste fortsetzen … ?]

    … also zeigt, dass Ihr Mädels auch einen Arsch in der Hose habt (und nicht nur – wie bislang üblich – in rein optischer Form) !

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  4. pustekuchen schreibt:

    Das ist der Spott eines Menschen, der schon längst nicht mehr (an seiner eigenen Person) erfahren hat, was echte Diskriminierung bedeutet und wie sie abläuft, stattdessen aber Diskriminierungs-Muster, die ihn selbst nicht betreffen, die eine vielschichtige soziale und vor allem wirtschaftliche Grundlage haben (wie z.B. teilweise geringerer Lohn) als Kampfinstrument zur Durchsetzung seiner sehr eigenen Interessen heranzieht. Würde jemand einem solchen Menschen jetzt den oben erwähnten Schl…..-Vorwurf machen, stünde eine Heerschar institutionalisierter oder selbsternannter Diskriminierungs-Experten zur Stelle und würde aufschreien und massivst auf diesen jemand verbal einschlagen.
    Ein Mann im kurzen Rock oder gar im Kleidchen wird hingegen trotzdem als Tunte oder Schwuchtel beschimpft, teilweise auch verprügelt (in den Niederlanden vor etwa 2 Jahren selbst von einer Gruppe junger Mädchen geschehen).
    Dieser Blog hier schließt sich solchen Zuständen nur mit weiteren Verhöhnungen der Betroffenen an.

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    • pustekuchen schreibt:

      blubber, blubber, blubber … sobald ein Mann etwas gegen das allgegenwärtige weibliche Klagen über ihre ach so großen Benachteiligungen sagt, ist er immer gleich nervtötend, weinerlich, erbärmlich … eben kein richtiger Mann, sondern ein Schwächling, eine Memme, ein Nichts … kennen wir alles schon … wurde in der Zeit vor der sog. Emanzipation auch schon sehr gerne als indirekter Ausdruck weiblicher Erwartungshaltungen verwendet … wollen wir uns jetzt auch wieder an die männlichen Erwartungshaltungen aus dieser Zeit erinnern … ?

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      • DS schreibt:

        Jaja, die boshafte Emanze Sara und die zynische unemanzipierte Ivy, Frauen die Männer zum Heulen bringen und in den 7. Himmel prügelen. Ich glaube kaum, dass ausgerechnet diese Art Frauen mit schwachen Männern Umgang pflegen *feix*

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  5. pustekuchen schreibt:

    … blicke gerade um mich herum und frage mich, wo es hier Emanzen gibt … ? Die „unemanzipierte Ivy“ will es ja angeblich nicht sein; sie hat aber zumindest Stadtpunkte, über die man diskutieren kann (was ich ich schon die ganze Zeit versuche).
    Ansonsten sehe ich hier nur Beiträge auf Teeniepüppchen-Niveau. Ob sich dahinter auch solche verbergen, kann ich natürlich schlecht beurteilen. Ob ich mich wohl von dem anspruchsvollen Titel dieses blogs („insubordinant…“) habe irreleiten lassen … ?

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