Lottospielen mit Spendenfetisch

Herr Hase darf das zwar nicht wissen, aber ich hab heut Lotto gespielt. Nicht etwa online, sondern ich bin tatsächlich zum Laden gefahren und hab ’nen echten, papiernen, zartrosa-schimmernden Schein angemalt ausgefüllt. Der nette Inder-Pakistani-Iraki-Ladenbesitzer ist immer noch traurig, dass ich nimmer rauche und nur noch ganz selten bei ihm vorbeikomme… ‚Nichtrauchen ist ein massiver volkswirtschaftlicher Schaden‘ sagt er… als Nichtraucher, ja ne, is klar. Ich hab mir jetzt vorgenommen, ab und zu eine Zeitung haben zu wollen, damit ich nen Grund für ein Schwätzchen hab.

Zum Lottoschein: Falls ich tatsächlich mal was gewinnen sollte ( was ja eigentlich nie passiert ) und sollten es mehr als 100.000 € sein, werde ich mir eine Dogge aus dem Tierheim holen… wenn es mehr als eine Million ist, hol ich mir eine ganze Herde, jawoll. Und wie immer spende ich einen Teil, und wenn ich es nur wegen meiner Verwandschaft tue…

Ich hab einst mal ’nen Zehner auf der Strasse gefunden und den dann tatsächlich jemandem geschenkt, der ihn dringender brauchte als ich. Als ich die Geschichte dann meiner Familie erzählt hab und zugeguckt habe, wie mein Onkel ganz knapp an einem Herzinfarkt vorbeigeschrammt ist… da hab ich so still bei mir gedacht: ‚Cool, wenn ich mein Erbe dann jeweils spende, krieg ich vermutlich nach und nach das Gesamtvermögen der Familie.‘ Wenn ich drüber nachdenke: Eigentlich spiele ich nur Lotto um etwas zu gewinnen, dass ich dann zu ihrem Entsetzen verschenken kann… das macht mich an – echt.

Übrigens, meine lieben schwäbischen Anverwandten… ich höre eurer Aufstöhnen bei dem Wort Spende – oh ja… ihr kriegt jedes Mal das Kotzen, wenn ich sowas mache, gell. Spende, Spende, Spende.

Advertisements

4 Gedanken zu “Lottospielen mit Spendenfetisch

  1. Ivy schreibt:

    Nachdem ich ja weiß, wie dringend du dir einen Mac wünscht, stehst du ab sofort bei einem Gewinn über einer Dogge auch auf dem Zettel 😉 Übrigens fühlt es sich super an, unverdientes Glück zu teilen… vor allem mit Leuten, die bis dahin kein Glück hatten. Teilen heißt ja nicht, dass für einen selber nix über bleibt…

    Gefällt mir

  2. oldman schreibt:

    Letzter Satz Deines Kommentars!
    Stimmt.
    Es muss nicht ein Mac sein, 4 Wände reichen auch.
    Und wir fühlen uns wohl. Die nächste Enttäuschung
    wird mit verschärftem Laub Harken sanktioniert.

    Gefällt mir

  3. Sebastian schreibt:

    Lotto spielt man ja auch nicht, um zu gewinnen, sondern um zu träumen, wie es wäre, wenn… 🙂
    Darum brauchen wir auch nicht spielen, weil das in der Verwandtschaft einige tun, die uns am Glück teilhaben lassen würden.

    Ich habe mal eine Geldbörse mit 70 Euro vor der Tür gefunden, und nett wie ich bin habe ich dann im Haus rumgefragt, ob die jemandem gehört. Tatsächlich, der alten Frau von ganz unten gehörte es dann auch. Gab immerhin 20 Euro und eine Tafel Schokolade ^^

    Gefällt mir

Sag was du denkst - tu ich ja auch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s