Classical Geographic – France

or: Oralistic Passion -Wine, Food and Sex

Ach ja… Frankreich. Ich muss zugeben, als lokalpatriotische Weinbeachterin bin ich mit den Franzosen nicht so ganz einig – Menschen aus fernen Regionen kennen die Problematik vermutlich nicht, aber die Winzerkinder hier wissen ganz genau wo der Feind sitzt… „An der Grenze gibt es nur eine Richtung für den Wein“, deutsche Weine verlassen zumindest an der frankophonen Grenze nur äusserst selten das Land, die Froschfresser Nachbarn haben in diesem Punkt eine eigene Vorstellung von Artenschutz… aber schicken uns ihre Plörre im Unverstand. Okay, ich bin ungerecht – und es geht nicht um Wein…

Ein weiteres etwas sperriges Thema… neben Frankreich im Allgemeinen… ist die ernste Musik. Seltsam, dass ein Land, dass sich in so herausragender Weise dem Savoir vivre verschrieben hat, so wenig eigene Musiker produziert. Vermutlich kommen die vor lauter Liebemachen einfach nicht zum Komponieren – man weiß es nicht. Paris, als Inbegriff der höfischen Pracht Europas war natürlich auch ein Zentrum der klassischen Musik, aber so richtig Innovatives kommt erst Ende der Romantik von den Franzosen, vorher war das alles nur Importware ( aus den Ländern, die heute keinen Wein nach Frankreich schicken dürfen wohlgemerkt ) .

Mit Berlioz beginnen die Franzacken langsam ihre ersten ernstzunehmenden Ausflüge in die klassische Musik, aber richtig krachen lassen es erst Georges Bizet und Maurice Ravel – impressionistische Kunst zum Hören. Der „Bolero“, entgegen vieler Annahmen nicht aus Spanien, ist wohl eines der Standardwerke der Fickmusik – logisch kommt das von den Franzosen. Bizets Carmen und die L’Arlessienne sind werbetechnisch unverzichtbar und stehen auf meiner persönlichen Favoritenliste ganz weit oben, trotz Hip-Hop-Mainstreamverwurstung von Melendiz mit „Fuck you all“.

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Für Anfänger: Carmen – Sesamstraßeninterpretation

Unvergessen: Torvill & Dean revolutionieren den Eiskunstlauf (1984) / Bolero

Lehrreiches: Franzosen trinken aus Prinzip keinen deutschen Wein, können dafür aber kochen und poppen, was immerhin zwei Tugenden sind, die die Autorin zu schätzen weiß. Gitanes Mais schmecken ekelich und sind als Zigarette danach nur für Hartgesottene zu empfehlen. Die französische Krankheit ist ein Synonym für Syphilis, weswegen man das andere Französisch nur mit Pariser üben sollte.

Reiseroute
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Ein Gedanke zu “Classical Geographic – France

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