Sanitary Highlights

Mir ist ja sonst echt kein Thema zuwider, weder tote Katzen noch Männer in Röckchen… nicht mal Damenbinden… ich rede ja auch völlig vorurteilsfrei über Pipi in allerlei Farbgebungen… aber mein Häufchen in die freie Wildbahn setzen? Klar, ich kann jede Menge Duftmarken setzen und hab keine Hemmungen hinter oder auch mal vor einen Baum zu pinkeln. Mal unter uns… ich hab mit meinen diversen Körperflüssigkeiten schon einiges Merkwürdiges angestellt – aus rein wissenschaftlichen Gründen, ist klar – aber der Waldschiss versus Ivy… das ist was anderes.

Es ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon Dutzende von Hintern geputzt und eine ganze Menge Intimsphären verletzt, aber bei mir ist das ja selbstverständlich was anderes… da darf nicht mal der Hund mit ins Bad. Geschweige denn Herr Hase, der dieses Rausgeschmeisse ziemlich albern findet… insbesondere wenn er grade duscht und sich eben die Haare eingeschäumt hat.

Aber beim Park&Sleep in der Wildnis… schwierig. Die Logik sagt: Was oben reingeht, muss unten auch wieder raus… nur mein innerer Schweinehund sieht das völlig anders. Der will ums Verrecken warten, bis wir zu Hause sind. Ein klassischer Heimscheisser eben. Auch gutes Zureden à la „Es sieht dich ja keiner“ oder Herr Hase mit der beruhigenden Aussage „Wir fahren nicht eher heim bis du und dein Bauch das geklärt haben“ führt nicht wirklich zum Überwinden der Hemmschwelle.

Klar… kein Mensch kann mich sehen – aber mindestens 27 Rehe können mir auf den Arsch gucken. Andererseits… wem sollen die das erzählen? Zumindest ich halte Rehe nicht für extrem kommunikativ. Nicht was Menschen betrifft. Mir könnte aber auch ein Fuchs in den Hintern beissen. Warum er das tun sollte, konnte ich trotz aller argumentativen Stärke nicht sinnvoll begründen und mit sich selber zu diskutieren ist extrem doof, wenn einem schon vorher die Argumente ausgehen… vergessen wir also den Fuchs.

Keine Tiere… also dann doch die Pflanzen? Brennnesseln. Ich benutze Brennnesseln ja liebend gerne… an Männern, gerne auch sehr intim. Aber an meinem Popo? No way, Jose. Allerdings dürfte eine eingehende Exploration des Zielgebietes dieses Risiko minimieren. Mein innerer Schweinhund wirft dann noch reichlich fantasiegesteuert Treibsand, giftige Pilzsporen und entlaufene Pumas in den Ring… aber irgendwann nach drei Tagen hat mein schmerzkrampfender Unterbauch gewonnen. Der Wald bei Bubenorbis hat jetzt ein Häufchen mehr…

Und ich bin ja so stolz auf mich.

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7 Gedanken zu “Sanitary Highlights

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