Geheime Leidenschaft

Nein, es geht heute nicht um meine latent vorhandene Vorliebe für die submissive Rolle, sondern um etwas noch viel, viel Geheimeres: Meine im Verborgenen gehegte Leidenschaft für Hustensaft. Aber bitte schön nicht irgendein Hustensaft, sondern ausschließlich ein Sirup mit rein natürlichen Zutaten…

Teetassen

Das fing alles schon vor vielen Jahren an, eine Nachtschicht in der Psychiatrie, mitten im Winter… es war eiskalt und meinem Kollegen Johannes und mir fiel nichts ein um diesen Zustand zu ändern, als kochend heißen Tee zu trinken. Angesichts der beginnenden Erkältung hatten wir den Geistesblitz den ziemlich öde schmeckenden Tee mit etwas Hustensaft aufzupeppen…

Zwei Kannen Tee und drei Flaschen Hustensaft später war uns angenehm warm… Was wir nicht bedacht hatten, war der Alkoholanteil – von wegen nur Thymiankraut und Primelwurzel – entsprechend waren wir beide beim Schichtwechsel um 6 Uhr von einer… ähm… etwas unangemessenen Fröhlichkeit.

Ich kann mir das einfach nicht abgewöhnen… Winter, Kälte und Tee mit diesem speziellen Hustensaft sind untrennbar miteinander verbunden… weder Honigmet, warmer Amaretto mit Sahne noch Heidelbeerglühwein haben ansatzweise den selben wunderbar wohligen und kuscheligen Geschmack…

Ich sollte nur aufhören, das Zeug direkt aus der Flasche zu trinken…

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7 Gedanken zu “Geheime Leidenschaft

  1. Elbnymphe schreibt:

    Liebe Ivy, Du redest nicht zufällig von Tussamag, nein? Droge meiner Kindheit…
    Lese Deine Beobachtungen gerne, Du bist anders, man ist Dir gerne auf der Spur…

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  2. bee schreibt:

    Vorsicht mit der Buddel, wenn auf dem Etikett irgendwas von Codein steht. Damit geht der Husten auch weg, aber nicht nur der verabschiedet sich.

    Mich erinnert das gerade daran, wie meine Verflossene und ich versucht hatten, Lakritzlikör zu basteln… also aus Salmiakpastillen mit deutlich medizinischem Timbre plus Wodka. Da das mit dem Sirupkochen nicht so recht klappte, haben wir zum Schluss die Pastillen gelutscht und den Wodka als Verdünner benutzt. Wirkte. Und ich möchte auf diese Wirkung jetzt nicht näher eingehen.

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  3. Ivy schreibt:

    Glücklicherweise ist meine Phase des Experimentierens mit medizinisch bedenklichen Inhaltsstoffen weitgehend abgeflaut… soweit ich mich erinnere war aber Codein tatsächlich einen sehr ausufernden Testaufbau wert 😉

    Heute beschränke ich mich auf die unschuldigen Dinge… aber die Idee mit den Salmiakpastillen eröffnet in der Hinsicht doch ganz neue Möglichkeiten… *hüstel*

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