Domme, benimm dich.

… oder: Wie ich einen Malesub finde.

Nach dem ich ja bereits auf die teilweise selbstverursachten Schwierigkeiten devoter Männer bei der Suche nach ihrer dominanten Traumfrau hingewiesen habe, möchte ich jetzt dann auch den einen oder anderen Hinweis zum Verhalten betroffener Gegenstücke loswerden. Die Anschreiben, respektive die Antworten einiger „Damen“, die ich zu lesen bekommen habe, waren mitunter gruseliger als meine schlechtesten Kurzgeschichten – und das will was heissen.

1. Achte auf deine Rechtschreibung – Ja, auch bei einer Lady gilt ein Minimum an Rechtschreibung durchaus als erstrebenswert. Beschimpfungen, so denn nötig, haben in korrektem Deutsch einfach mehr Biss.

2. Sei du selbst – Du bist keine Dame? Auch gut. Dann sei so viel Miststück wie du sein möchtest, aber bleibe dir selbst treu und sei authentisch. Einer Frau, die im tiefsten Kern ein Kuschelmäuschen ist, wird man die Kasernenhofnummer nicht wirklich abnehmen. Wozu auch, Kuschelmäuschen können auf andere Art ganz wunderbar grausam sein.

3. Konsequentes Handeln – Er hat dich schon beim ersten Anschreiben falsch angesprochen? Sage ihm klipp und klar, was und wie du es gerne haben willst. Er kann nicht hellsehen, aber er wird es ziemlich schnell lernen, wenn du konsequent bist.

4. Beweise Klasse – Jemanden von oben herab zu behandeln, ist kein Zeichen echter Dominanz, noch weniger von Klasse oder guter Erziehung. Du weisst nicht wieviel Überwindung ihn es gekostet hat, dich anzusprechen. Wenn er der Richtige ist, hast du später noch Gelegenheit genug ihn rund zu machen.

5. Zielbewusstsein – Du suchst einen Mann der deine Wohnung putzt, den Mann fürs Leben oder doch lieber eine dauerhafte Spielbeziehung? – Egal was es sein mag, steh dazu und handle danach. Falls zu finanzielle Interessen hast, mach das von Anfang an klar.

6. Unterlasse Unhöflichkeiten – Er ist nicht dein Typ? Kein Problem, in dem Fall aber nicht oder beleidigend zu antworten ist kein guter Stil. Wildfremde Menschen mit mannigfaltigen Schmähungen zu überziehen ist auch kein Zeichen echter Grösse.

7. Definiere deine Wünsche – Nein, du brauchst keinen Wunschzettel, er wird schon bald merken, was du wie haben willst. Aber wenn es einen Fetisch oder eine Praktik gibt, die für dich essentiell ist, dann sei dir dessen bewusst und teile sie ihm rechtzeitig mit.

8. Verführe ihn – Denk immer dran, du bist das Beste seit der Erfindung der Schokolinsen. Aber das musst du ihm nicht auf die Nase binden, ein wenig Geheimnis, ein paar Andeutungen, ein Spiel mit seinem Verstand und er wird alles tun um herauszufinden, wie hinreissend du wirklich sein kannst.

9. Contenance, meine Liebe – Er antwortet nicht innerhalb von Sekunden? Vielleicht hat er ein Leben? Lehn dich zurück, andere Mütter haben auch schöne Söhne, geniesse sie, solange du wartest. Setz ihn nicht unter Druck, Männer müssen nicht wissen, dass sie begehrt werden.

10. Zeige Respekt – Wenn du dich jetzt fragst wieso, dann solltest du die Finger von gestandenen, selbstbewussten und souveränen Männern lassen. Submissive Männer haben Macken, Wünsche, Träume, Ecken, Kanten, Sorgen und Nöte wie jeder andere Mensch auch. Manche haben sogar eine eigene Meinung, eine diskussionswürdige Lebenseinstellung oder eine blühende Fantasie. Höre ihm zu und lass ihn gelten, du bist zwar der Nabel der Welt, aber ohne Welt ist auch der hübschste Nabel nichts wert.

In diesem Sinne – Good luck.

Sag was du denkst - tu ich ja auch.

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