Besitztümer

Meine rekonvaleszierende Mum wurde aus dem Krankenhaus entlassen und hat tagsüber nicht viel zu tun. Sie soll sich schonen. Die in ihren Augen völlig sinnlose Zeit der Erholung kann man ja wohl kaum besser verbringen, als bei der Tochter rumzuhängen und ihr unabdingbare Lebensweisheiten mit auf den Weg zu geben. Klar, Mum halt. Eine ihrer liebsten Weisheiten umfasst die mütterliche Erkenntnis, dass alle Menschen, ausser ihr natürlich, viel zu viele Sachen haben. „Kind, wirf doch mal die Tupperschüsseln weg, soviele braucht kein Mensch!“ oder „Wer um Himmelswillen sammelt schon Apothekengläser, da muss man auch mal verzichten lernen.“ Schön war auch: „Schatz, wozu brauchst du eine Schuhschachtel voller Karabiner?“

sobich10-11-07-8

©  Pinakothek der Moderne Foto: Alexander Laurenzo

Als Muttern abends das Haus verlässt, sagt sie beim Gehen noch: „Ach ja, ich hab im Krankenhaus ausversehen ein paar Tassen eingesteckt und hab sie in deinen Schrank gestellt. Nur falls Gäste kommen.“ Ja, nee, is klar, Mummy, ausversehen. In meinen Schrank. Der deiner Meinung nach zu voll ist. Wenigstens weiss ich jetzt wieso du dauernd neue Sachen kaufen kannst, und trotzdem deine Schränke nie voll sind, du lagerst den ganzen aussortierten Mist bei uns ein.

Sag was du denkst - tu ich ja auch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s