Could not resist…

20 05 2012

Nein, ich blogge nicht wirklich – heute muss nur die Freude aus mir raus…





Yodelling

19 01 2010

Hast du heute schon mal gedacht, du seiest irgendwie ein bisschen schräg?

Vergiß es…

Diesen Blogbeitrag verdankt die Welt einem Wikipedia-User, über dessen ersten Artikel ich des Nächtens bei der Eingangskontrolle gestolpert bin… Danke





Herzlichen Glückwunsch zu Weihnachten

24 12 2009

Ausgesetzte Weihnachtsgeschenke, nicht getankte Autos, abgebrannte Bäume, verschwundene Großmütter, Süßigkeiten erbrechende Kinder und verlorene Hausschlüssel… All denjenigen, die heute und in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass nach den Feiertagen alles noch an Ort und Stelle ist und der Laden irgendwie weiterläuft… wünsche ich von Herzen ruhige und entspannte Weihnachtstage…  Versuchen wir es so zu betrachten… Wir dürfen Weihnachten mit den Menschen erleben, die wir besser kennen als die meisten unserer Familienmitglieder…

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Und dem Rest wünsche ich

eine wunderschöne Weihnachtszeit, Berge von Geschenken, schnell aufgesagte Gedichte anverwandter Kinder, prachtvoll dekorierte Kekse, ein sensationell leckeres vegetarisches Weihnachtsessen, eimerweise Glühwein und viel Lust, Liebe und Leidenschaft bei allem was ihr tut….

…und für mich bitte ein bisschen Schnee





Pornoküken

13 12 2009

Parental Advisory: Dieser Beitrag ist trotz seines Inhaltes für Minderjährige geeignet, unter 12jährige dürften ihn schlicht nicht verstehen. Sollten Sie selbst über 16 sein und diesen Beitrag nicht verstehen, sollten Sie Ihre Kinder lieber von der Schule oder auf der Straße aufklären lassen.

Nachdem ich mich gestern… aus mehr oder weniger wissenschaftlichem Interesse natürlich… mit einer Sparte der Pornographie beschäftigt habe, die mir bislang völlig neu war, möchte ich meine gewonnenen Erkenntnisse mitteilen. Wir reden über den hundsgewöhnlichen Feld-Wald-und-Wiesen-Porno, der mir… einem glücklichen Stern sei gedankt… bislang nicht geläufig war, da ich ausschließlich BDSM-Pornos  angeguckt hab. Nur um die Filmartikel in der Wikipedia zu vervollständigen… is klar. Wer solche nicht kennt, dem sei gesagt… dort wird eher selten das getan, wofür Pornos eigentlich bekannt sind.

Die sogenannten Homemades oder Amateurfilmchen haben es mir bei meiner Studie besonders angetan. Semiprofessionelle Darsteller und Darstellerinnen leben dabei vor der in gediegen gehalteten Wohnwand aus Gelsenkirchener Barock (deutsche Filme) oder im entzückenden pink-goldenen Schlafzimmer (amerikanische Filme) ihr Sexualleben vor einer Kamera aus. Allein die Betrachtung des Hintergrundes, des “Sets”, anhand dessen man das Herstellungsland des Streifens, den sozialen Status und das Bildungsniveau der Darsteller ablesen kann, ist schon eine nähere Beleutung wert…

Apropos… Beleuchtung scheint in einigen Fällen generell nicht ganz einfach zu sein… harte Schlagschatten, die auf die Verwendung eines handelsüblichen Baustahlers hinweisen, kommen doch etwas häufiger vor… ebenso scheint es quasi unmöglich zu sein, eine Frau beim Liebesakt mit ihrem Vibrator (oder sonstiger seltsamer Gegenstände) zu filmen, ohne einen Schatten des Kameramannes ins Bild zu bringen… über Outdooraufnahmen decke ich in diesem Fall aus Pietät einen Mantel des Schweigens… Gesichter oder Popos können bei voller Sonne wirklich grauenhafte Falten schlagen.

Wenn der geneigte Zuschauer dann den etwa 90 Prozent der Filmdauer währenden Akt hinter sich gebracht hat… als BDSMlerin verleihe ich den meisten Aktionen dabei das Prädikat: “Was ich über langweiligen Sex nie wissen wollte” wartet das heißersehnte Finale… zumindest klingen die diversen lautmalerischen Äusserungen der Darstellerinnen so, als wären sie froh und dankbar, wenn der Kerl endlich zu einem Ende kommt. Im Sinne des Wortes.

Natürlich ist es dramaturgisch unabdingbar, dass auch der Zuschauer dieses feuchte Ende erleben kann… wie wir Frauen wissen, einen Orgasmus der im Körper stattfindet, kann man prima vortäuschen… also muss der Protagonist sein bestes Stück der Kamera entsprechend präsentieren… Körperöffnungen wären in jeder Hinsicht kontraindiziert. In vielen Fällen findet das Finale des Films ganz unzeremoniell auf einem gerade verfügbaren Körperteil, vorzugsweise einem der sekundären Geschlechtsmerkmale der Frau statt… aber viele der Kreativen beglücken uns mit einem ganz anderen Abschluß, der sich vermutlich mangels Alternativen ebenfalls recht häufig wiederholt.

Diesem speziellen Ende, respektive den Damen, die solches erst möglich machen, ist auch dieser Beitrag gewidmet. Sie knien sich… in manchen Fällen formvollendet… vor den Herren, der sein bestes Stück wie besessen für einen guten Ausklang vorbereitet. Ganz großes Tennis, wirklich. Die kniende Holde, leicht zerzaust, starrt dabei wie gebannt auf den Ausgangspunkt des zu Erwartenden und… sperrt erwartungsvoll den Schnabel auf.

Die  Assoziation zu Vogeljungen, die begierig die Ankunft der Mutter und vorallem des ersehnten Futters erwarten, überfiel mich aus dem Hinterhalt… war aber so mächtig, dass ich in allen weiteren Filmen nur noch mit Mühe einen Hauch Ernsthaftigkeit an dieser Stelle simulieren konnte. Richtig wirkungsvoll wird es aber erst bei Filmen, in denen drei Darstellerinnen am Ende um ihr Mundvoll Leckerle Papa Vogel betteln… Himmel muß Sex Spaß machen…





Let’s go Dixie

12 12 2009

Zu meinem zelebrierten Bekenntnis zur Kultur meiner Heimat und ihrer musikalischen Traditionen… wir trinken schwarzgebrannten Whisky und blasen hinterher auf den leeren Krügen… gehört natürlich auch die ungebrochene Liebe zur Südstaatenflagge und dem Bluegrass… Yeehaa

Ich wünsch mir ein Banjo zu Weihnachten… Hillbilly forever





Kundenbindung

11 12 2009

Morgens, wenn ich mich nach einer Nacht voller nervenaufreibender Nächstenliebe auf dem Weg nach Hause mache, halte ich üblicherweise an meiner Stammtanke. Ich halte da auch wenn ich eigentlich nichts brauche… einfach nur um etwas Normales zu sehen. Nicht das ich etwa Unterhaltung suche, ich hol einfach meine Zigaretten und will nicht groß reden. Mein Tankwart weiß das und beschränkt sich auf ein schlichtes Grunzen, wenn ich ihm meine EC-Karte gebe.

Gestern früh stelle ich zu meinem Erstaunen fest, dass neben meinen kommunikationsfreien Tankwart ein großer rotblonder Kerl hinter der Theke steht… Er könnte Bobbele Beckers hübscherer Bruder sein… falls je ein solcher gebraucht werden sollte. Mir schwant Übles, als ich sehe, wie mein sonstiger Tankwart sich mit einem breiten Grinsen hinter die Kaffeemaschine verdrückt.

Kaum bin ich in Rufweite der Theke schallt mir ein übermotiviertes “Guten Morgen” entgegen, das ich mit einen Schulterzucken ignoriere und hoffe, damit meine Sprechunlust zu verdeutlichen. Er scheint nicht der geschulteste aller Verkäufer zu sein, denn er fragt tatsächlich, was er an diesem wunderschönen Morgen für mich tun darf. Ich verkneife mir jeden Hinweis darauf, dass er doch einfach tot umfallen könnte – schließlich wird er grade eingearbeitet – und nuschele meine Zigarettenbestellung an ihn hin.

Er tänzelt grazil zum Kippenregal und reicht mir mit einer schwungvollen Geste das Ziel meiner Wünsche und fragt ob er mir noch etwas Gutes tun kann. Ich lege meine EC-Karte auf die Kasse und murmele etwas von “Setz die Drogen ab”. Meine Nackenhaare sträuben sich und ich glaube ich knurre, als er fragt, ob er mir denn beim Tanken helfen könnte. Er strahlt mich unverdrossen an. Rotblonde Locken bewegen sich  im Takt seines nervösen Wippens.

“Aber eine Frau wie Sie, die hat doch bestimmt eine Payback-Karte?” Ich höre leise meinen herkömmlichen Tankwart lachen. Ich fauche seinen neuen Kollegen an und zische etwas von Heilungschancen bei Hyperaktivität, während ich mich krampfhaft an meiner Zigarettenschachtel festklammere.

Ein fröhlich bunter Flyer wird mir zugereicht, auf denen die genauen Vorteile der Payback-Karte erklärt werden, untermalt vom begeisterten Singsang des Juniorverkäufers, von dem ich inzwischen glaube, dass er das Morgengrauen nicht erleben wird. Beherrscht frage ich ihn, ob er  ein fetischistisches Verhältnis zu kleinen bunten Plastikkarten hat – würde ich ja sogar verstehen. Mit einem verwirrten und etwas krampfigen Lächeln aus Bobbeles stahlblauen Augen erfahre ich, dass dies ausschließlich der Kundenbindung dient.

Ich seufze leise und frage ob er schon mal was Scientology gehört hat. Er nickt leicht irritiert und fragt, ob ich denn ein Getränk oder etwas zum Frühstücken bräuchte, um in den Tag zu starten. Noch ehe ich den Mund öffnen kann, um darauf zu antworten, stellt mir mein Stammtankwart wortlos einen Kaffee mit viel Milch vor die Nase und sagt leise zu seinem Kollegen: “Sie ist Stammkundin, sie kann alleine tanken, sie arbeitet nachts, sie redet nicht vor 12 Uhr, sie hasst Paybackkarten und sie kann sehr boshaft sein.”

Ich schenke meinem Tankwart etwas, dass nahe an ein Lächeln grenzt und erkläre dem Jungverkäufer: “Jetzt Schätzelein, lernst du fürs Leben. DAS  ist die Geisteshaltung die Stammkunden schafft… die Payback-Karte kannst samt Kundenbindung dahin packen, wo auch morgens nie die Sonne aufgeht. Einen schönen Tag noch.”





Zeit…

24 09 2009

Nachts betreue ich ein altes Ehepaar, beide weit über 90 Jahre alt… Jedesmal, wenn ich mich auf meinem Rundgang ins Zimmer schleiche, liegen die beiden Hand in Hand im Bett… nach über 70 Jahren Ehe. Sie hatten gute Jahre, ein Haus und eine Existenz aufgebaut, Kinder bekommen und die Zukunft erlebt von der sie mit 16 geträumt haben… Sicher hatten sie schwere Zeiten, haben Krieg, und Gefangenschaft erlebt und den zermürbenden Alltag überlebt… aber sie sind zusammen… Heute wie damals. In guten wie in schlechten Tagen.

Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mit dem Vergehen der Zeit an diesem speziellen Tag besser mit meinen Emotionen zurecht komme, der Schmerz weniger wird oder die Trauer nachlässt… Aber es ist nicht so. Bei jedem Datumseintrag, den ich heute Nacht auf Arbeit mache, tut es weh nicht mit ihm feiern zu können… nicht zu erleben wie er älter wird… nicht zu sehen, wie er sich verändert…

Ich bin so unglaublich neidisch auf die beiden alten Leute…

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Happy Birthday, Mika








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